Aus- und Weiterbildung

Politiker informieren sich über Ausbildung im GaLaBau

FDP-Politiker besuchten einen Garten- und Landschaftsbaubetrieb, um sich über die Ausbildung im GaLaBau zu informieren. Im Fokus standen die Herausforderungen und die Attraktivität des Berufs sowie Forderungen an die Politik zur Stärkung der dualen Ausbildung.

Herausforderungen und Chancen in der GaLaBau-Ausbildung

Im Rahmen der Initiative „GaLaBau in Politik & Praxis“ besuchte die FDP-Landtagskandidatin Ulrike Schmidt-Fleischer den Garten- und Landschaftsbaubetrieb von Ulrike Debus in Bad Homburg. Begleitet wurde sie vom FDP-Landtagsabgeordneten Dr. Frank Blechschmidt, dem Vorsitzenden der FDP Bad Homburg, Rudolf Pietzke, und dem FDP-Landratskandidaten Holger Grupe. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Anliegen kleiner und mittelständischer Unternehmen der grünen Branche, insbesondere die Themen Aus- und Weiterbildung von Landschaftsgärtnern.

Herausforderungen in der Ausbildung

Ulrike Debus, Inhaberin des Betriebs mit sechs Mitarbeitern in Bad Homburg, bildet seit zwölf Jahren selbst aus. Sie engagiert sich zudem ehrenamtlich im Bildungsausschuss des Fachverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen e. V.

Mir ist es wichtig, Jugendlichen eine gute Ausbildung zu gewährleisten. Sie sind die Fachkräfte, die wir dringend in der Branche benötigen.

In ihrem Betrieb bietet Frau Debus jungen Menschen Praktika an und unterstützt ihre Auszubildenden bei der Berufsschule sowie beim Einsatz neuer Technologien. Trotz dieser Bemühungen stellt die Gewinnung von Auszubildenden für handwerkliche Berufe eine zunehmende Herausforderung dar. Laut Frau Debus entscheiden sich immer weniger Schulabgänger für eine handwerkliche Tätigkeit.

Forderungen an die Politik und Attraktivität des Berufs

Die Unternehmerin wünscht sich von der Politik eine stärkere Lobby für die duale Ausbildung. Es müsse vermittelt werden, dass die duale Ausbildung hervorragende Zukunftsaussichten bietet und eine attraktive Alternative zum Studium darstellt.

Ausbildung und Weiterbildung, sowie lebenslanges Lernen sind mitentscheidend, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Hier muss es verstärkt Fördermöglichkeiten geben und flexible Modelle für junge Arbeitnehmer. Wir alle benötigen ein starkes und flächendeckend gut besetztes Handwerk im Hochtaunus.

Anschließend besichtigte die Delegation einen Kleingarten, den der FGL-Verbandskollege Andreas Vongries aus Wehrheim im Rahmen eines sozialen Projektes behindertengerecht umbaut. Eine Auszubildende der Firma Andreas Vongries ist ebenfalls auf der Baustelle tätig. Der Techniker Bastian Hartmann berichtete, dass die Ausbildung zur Landschaftsgärtnerin auch für Frauen zunehmend attraktiver werde. In diesem Jahr habe es deutlich mehr Bewerbungen von Frauen gegeben als in den Vorjahren.

01.08.2018

Zurück