Temporäre Stadtoase auf der Konstablerwache
Der Fachverband Garten- und Landschaftsbau Hessen-Thüringen (FGL) hat im Rahmen seiner Informationstour „Grün in die Stadt“ die Frankfurter Konstablerwache in eine temporäre Stadtoase verwandelt. Die Aktion stieß auf großes Interesse bei den Bürgern.
300 Personen beteiligten sich an einer Umfrage zur Zufriedenheit mit dem Grün in ihrem Stadtteil. Zudem wurden 500 Hainbuchen von Auszubildenden der Eugen-Kaiser-Berufsschule an Passanten verteilt, die innerhalb weniger Stunden vergriffen waren. Diese Bäumchen sollen zukünftig zur Verbesserung des Stadtklimas beitragen.
Eine Torwand lud insbesondere jüngere Besucher ein, sich sportlich zu betätigen. Landschaftsgärtner informierten über die Vorteile urbanen Grüns für Gesundheit, Stadtentwicklung und Klimaschutz und beantworteten Fragen zu Balkon- und Gartengestaltung. Eine moderierte Gesprächsrunde thematisierte die Situation und Zukunft des Grüns in Hessen.
An der Diskussionsrunde nahmen Jens Heger (Präsident LV Hessen-Thüringen), Lothar Räcke (Hessisches Ministerium des Innern und für Sport), Dr. Andrea Lambeck (Plattform Ernährung und Bewegung e.V.), Klaus Dietz MdL, Stephan Heldmann (Grünflächenamt Frankfurt), Dr. Andreas Hartmanshenn (Umweltamt Frankfurt), Stefan Kettlitz (Präsident des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten Hessen) und Eiko Leitsch (Bundesverband Garten- und Landschaftbau e.V.) teil. Moderiert wurde das Gespräch von Laura Di Salvo.
Die Roadshow ist eine gute Möglichkeit, den Bürgerinnen und Bürgern die vielen Vorteile städtischen Grüns anschaulich bewusst zu machen und darüber ins Gespräch zu kommen.
Dies betonte Jens Heger, Präsident des Fachverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen. Er hob hervor, dass mehr Grün in der Stadt die Lebensqualität und Gesundheit der Bevölkerung steigere und das soziale Miteinander fördere. Grünanlagen böten Entspannung und Raum für Bewegungsparks.
Heger forderte, dass Grünflächen in Städten nicht weiter als 300 Meter vom Menschen entfernt sein sollten, einer Empfehlung der Europäischen Umweltagentur folgend. Um dies zu erreichen, sollten bei neuen Gewerbe- und Bebauungsflächen gleichzeitig neue Grünflächen als Kompensation ausgewiesen werden.
Bundesweite Initiative „Grün in die Stadt“
Mit der Initiative „Grün in die Stadt“ verstärken der Bundesverband Garten- und Landschaftbau e. V. (BGL) und seine Landesverbände ihr Engagement für mehr städtisches Grün. Die Veranstaltungsreihe wurde als „Ausgezeichneter Beitrag der UN-Dekade Biologische Vielfalt“ prämiert. Sie verwandelt zentrale Plätze in zwölf deutschen Innenstädten in grüne Stadtoasen und informiert über die positiven Aspekte städtischen Grüns. Eine Buche kann beispielsweise die Jahresemission eines PKW mit 20.000 km Fahrleistung aus der Stadtluft filtern.
Besucher sind aufgerufen, unter dem Hashtag #meinestadtoase Fotos in den sozialen Medien zu posten, die auf gruen-in-die-stadt.de erscheinen.
Folgende Stationen sind noch geplant:
- 07. Juni Essen
- 09. Juni Saarbrücken
- 13. Juni Heilbronn
- 21. Juni München

