Grundlagen für einen vitalen Rasen
Ein gesunder und optisch ansprechender Rasen erfordert eine sorgfältige Pflege. Volker Zippel, Experte beim Maschinenbauer Wiedenmann, empfiehlt, die Pflegesaison mit einer Bodenprobe zu beginnen und einen Düngeplan zu erstellen. Nach der nasskalten Winterzeit sind viele Böden ausgelaugt, und gezielte Düngung gleicht Mängel im Substrat aus. Dies ermöglicht den Gräsern, sich beim ersten Wuchs voll zu entfalten. Spezialisierte Labore analysieren die Proben, und viele Düngerlieferanten bieten ebenfalls Unterstützung an.
Vorbereitung der Maschinen und erste Schritte
Anschließend sollten die benötigten Maschinen wie Striegel, Mäher und Kehrer geprüft, gereinigt und gegebenenfalls abgeschmiert werden. Eine frühzeitige Überprüfung ist wichtig, um Engpässe bei der Beschaffung von Ersatzteilen zu vermeiden. Besonders der Schliff der Mähmesser muss kontrolliert werden. Auch die Geräte zur Rasenregeneration sollten bereits vorbereitet werden, da später oft wenig Zeit dafür bleibt.
Sobald die Böden abgetrocknet sind und die Bodentemperaturen über acht Grad liegen, kommt zunächst der Striegel zum Einsatz. Dieser zerkrümelt Maulwurfshügel und Regenwurfhaufen und öffnet die Rasenoberfläche. Totes Gras, Moos, Laub und angesammelter Unrat müssen aus der Grasnarbe entfernt werden. Hierfür eignen sich eine Rasenkehrmaschine oder die Grasaufnahme des Mähers. Idealerweise wird jetzt ein Starterdünger ausgebracht, um den Gräsern einen Wachstumsschub zu verleihen. Die Mähwerke können dann bald eingesetzt werden.
Mähen und Rasenregeneration
Beim Mähen ist darauf zu achten, den Rasen nicht zu kurz zu schneiden; bei Zierrasen sind etwa vier Zentimeter ideal. In der Wachstumsphase und bei ausreichend fester Durchwurzelung folgen die Maßnahmen zur Rasenregeneration, wie Aerifizieren, Tiefenlockern oder Schlitzen. Diese Arbeiten vergrößern die Anzahl der luftführenden Poren in der Rasentragschicht, schaffen Raum für die Wurzeln und verbessern die Lebensbedingungen für Bodenorganismen. Gleichzeitig entstehen Abflusskanäle, die Staunässe entgegenwirken.
Werden bei der Belüftung mit Hohlzinken Erdkegel ausgestochen, müssen die entstandenen Löcher mit Sand verfüllt werden. Auf Kahlstellen kann eine Nachsaat erforderlich sein. Sportrasenflächen sollten im Frühjahr nicht gewalzt werden.
Damit wird die Oberfläche verdichtet und der Luftaustausch erschwert. Gerade dagegen arbeite man ja mit den ersten Pflegemaßnahmen in der Saison.
Stattdessen empfiehlt Zippel, den Striegel mehrfach einzusetzen. Nach diesen ersten Maßnahmen ist der Rasen gut präpariert. Bei Bedarf können gemäß Düngeplan weitere Nährstoffe ausgebracht werden. Beim regelmäßigen Mähen ist darauf zu achten, nur etwa ein Drittel des Aufwuchses abzuschneiden. Eine bedarfsgerechte Beregnung ist obligatorisch, insbesondere für das Keimen der Nachsaat.
Einsatz von Maschinen und Geräten
Viele dieser Arbeiten lassen sich mit Universalfahrzeugen oder Kompakttraktoren ab 18 kW Motorleistung bewerkstelligen. Diese Fahrzeuge werden mit Pflegegeräten bestückt, die über Front oder Heck betrieben werden, oder sind selbstfahrend. Wiedenmann bietet ein Lieferprogramm mit rund 120 Modellen, darunter Kombigeräte, die mehrere Funktionen erfüllen, sowie spezielle Geräte, beispielsweise zur Erdkegelaufbereitung.

