Naturschutz

NABU fordert verbindliches EU-Gesetz zur Wiederherstellung der Natur

Der NABU startet die Kampagne „Restore Nature“, um ein verbindliches EU-Renaturierungsgesetz einzufordern. Ziel ist die Wiederherstellung geschädigter Lebensräume wie Moore und Flüsse, um die biologische Vielfalt zu fördern und die Klimakrise abzumildern.

Die Dringlichkeit der Renaturierung in Europa

Kanalisierte Flüsse, trockengelegte Moore, kahlgeschlagene Wälder – viele Lebensräume in Europa sind in geschädigtem Zustand und können ihre ökologischen Funktionen nicht mehr erfüllen. Es reicht nicht länger aus, nur zu schützen, was an Lebensräumen übrig geblieben ist. Wir müssen den Abwärtstrend umkehren und endlich mit einer großflächigen Renaturierung in Europa beginnen, um die biologische Vielfalt zurückzubringen. Ein ambitioniertes EU-Renaturierungsgesetz fördert nicht nur die Biodiversität, sondern hilft auch dabei, die Klimakrise abzumildern.

Dies erklärte NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger. Raphael Weyland, NABU-Naturschutzrechtsexperte in Brüssel, ergänzte, dass das EU-Renaturierungsgesetz ein neuer Meilenstein werden könne. Der NABU strebt mit seinem europäischen Dachverband BirdLife Europe mindestens 50.000 Unterschriften für die Teilnahme an der Konsultation an.

Renaturierung als nationaler Schwerpunkt und Finanzierung

Der NABU fordert, dass Renaturierung auf allen Ebenen zu einem Naturschutz-Schwerpunkt wird. In seinen Kernforderungen zur Bundestagswahl ruft der NABU die neue Bundesregierung dazu auf, die EU-Vorgaben durch einen Renaturierungsplan zu konkretisieren und mit den Bundesländern abzustimmen. Zudem soll der Bund einen Renaturierungsfonds einrichten, um konkrete Projekte finanziell zu unterstützen. Hierfür könnte der EU-Wiederaufbaufonds genutzt werden. Der NABU zeigt bereits mit Projekten wie der Renaturierung der Unteren Havel, wie Natur und Ökosysteme wiederhergestellt werden können.

12.03.2021

Zurück