Anpassung der Gehölze für mehr Sicherheit und Ökologie
Angesichts wiederkehrender Sturmschäden, wie zuletzt durch Orkan Ylenia, die den Betrieb der Deutschen Bahn beeinträchtigen, betont der Bund deutscher Baumschulen (BdB) die Notwendigkeit einer angepassten Gehölzauswahl entlang der Gleisanlagen.
Wenn die Bahn als Transportmittel auch in außergewöhnlichen Wetterlagen zuverlässig funktionieren soll, dann muss auf den Gehölzbestand rund um die Strecken großes Augenmerk gelegt werden. Dabei geht es nicht um einen Kahlschlag der Bäume, aber um die Verwendung eines Gehölzsortiments, das die Verkehrssicherheit ebenso gewährleistet wie die biologische Vielfalt.
Bereits im Jahr 2018 erarbeitete der BdB in Zusammenarbeit mit einer internen Arbeitsgruppe der Deutschen Bahn eine spezifische Gehölzliste. Die Umsetzung dieser Empfehlungen scheint jedoch, gemessen an den anhaltenden Sturmschäden durch Bäume, nur schleppend voranzukommen. Ziel der damaligen Kooperation war die Realisierung eines V-Profils entlang der Bahnstrecken. Dabei sollten kleinwüchsige Sträucher direkt am Gleis und größere Gehölze mit zunehmendem Abstand zum Gleiskörper gepflanzt werden.
Der BdB weist darauf hin, dass bei Bestandsstrecken die Bahn nicht immer Eigentümerin der angrenzenden Flächen ist. In solchen Fällen sollte der Gesetzgeber eingreifen und beispielsweise Waldbesitzern die Anlage eines Waldsaumes an Bahnstrecken vorschreiben. Dies würde nicht nur der Verkehrssicherheit dienen, sondern auch einen erheblichen ökologischen Nutzen mit sich bringen, da der Waldsaum ein wichtiger Lebensraum für eine Vielzahl von Arten ist.
Für eine erfolgreiche Verkehrswende ist es entscheidend, die Attraktivität des öffentlichen Transportwesens zu gewährleisten. Die vom BdB erstellte Gehölzliste stellt hierfür einen wichtigen Baustein dar.
