Kulinarische Bedeutung und gesundheitliche Vorteile
Tomaten bereichern den Speiseplan mit ihrer Farbvielfalt von Gelb über Orange bis Violett, Grün und Rot. Sie sind ein kulinarisches Element, das sowohl pur als auch in Gerichten wie Focaccia mit Oliven und Basilikum Verwendung findet.
Der 6. April markiert den Beginn der Tomatensaison. Erste Tomaten aus unbeleuchtetem Anbau sind zu diesem Zeitpunkt bereits erntereif. Tomaten sind in Deutschland das beliebteste Gemüse und machen über ein Viertel des gesamten Gemüseverbrauchs aus. Pro Kopf werden durchschnittlich etwa 27,5 Kilogramm Tomaten verzehrt.
Mit einem Wasseranteil von 94 Prozent und etwa 17 kcal pro 100 Gramm sind Tomaten figurfreundlich. Sie enthalten zudem Vitamin C, Kalium und Ballaststoffe. Sekundäre Pflanzenstoffe in Tomaten sollen dazu beitragen, das Risiko bestimmter Krebserkrankungen zu mindern, vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu schützen und die Abwehrkräfte zu stärken.
Sortenvielfalt und Anbau
Tomaten präsentieren sich in einer großen Vielfalt an Größen und Farben, von johannisbeerähnlichen kleinen Früchten bis zu Exemplaren, die bis zu einem Kilogramm wiegen können. Neben dem klassischen Rot gibt es gelbe, violette und sogar schwarze Tomaten, sowie gestreifte, marmorierte und mehrfarbige Varianten. Zu den beliebten Sorten zählen Fleisch-, Roma-, Rispen-, Cherry-, Cocktail- und Strauchtomaten.
Die Wahl der Sorte hängt vom persönlichen Geschmack und der Jahreszeit ab. Tomaten stammen ursprünglich aus Süd- und Mittelamerika und wurden Ende des 15. Jahrhunderts von Christoph Kolumbus nach Europa gebracht. Sie benötigen viel Sonne für ihr Wachstum.
Freilandtomaten sind in der Regel von Ende Juli bis September erntefähig. Durch den Anbau unter Glas oder Folie kann die Reifezeit verlängert werden, wodurch die Pflanzen vor Witterungseinflüssen geschützt sind. Tomaten aus geschütztem Anbau können daher von April bis Oktober geerntet werden.
Im Tomatenanbau spielt Nachhaltigkeit eine Rolle. Oft wird auf organischem Substrat angebaut und biologische Verfahren im Pflanzenschutz eingesetzt. Beispielsweise werden Schlupfwespen zur Schädlingsbekämpfung und Hummeln zur Bestäubung der Blüten verwendet. Geschlossene Wasserkreisläufe, die bis zu 75 Prozent Regenwasser nutzen, sind ebenfalls verbreitet. Die Düngung erfolgt bedarfsorientiert und Pflanzenschutzmittel werden sparsam eingesetzt, um das Aroma der Tomaten zu fördern.
Einkauf und Lagerung
Vollreife, frische Tomaten zeichnen sich durch ihren Geschmack aus. Sie sind an einer knackig-prallen Haut und, bei den meisten Sorten, an einer unversehrten, tomatenroten Farbe ohne Dellen oder Abdrücke zu erkennen. Eine grüne, weiche und duftende Rispe kann ebenfalls ein Indiz für Frische sein. Schwere Früchte deuten auf Saftigkeit hin. Grüne Stellen am Stielansatz weisen darauf hin, dass die Tomate nicht ausreichend an der Pflanze reifen konnte.
Tomaten sollten nicht im Kühlschrank gelagert werden, da kalte Temperaturen das Aroma beeinträchtigen und zu Kälteschäden führen können. Optimale Lagerbedingungen sind Temperaturen von etwa 12 bis 15 Grad an einem luftigen, schattigen Ort. Unter diesen Bedingungen können Tomaten bis zu zwei Wochen haltbar sein.
Tomaten geben während der Lagerung das Reifegas Ethylen ab, ein Pflanzenhormon, das den Reifeprozess beschleunigt. Dies kann dazu führen, dass umliegendes Obst und Gemüse schneller reift und weich wird. Grüne Tomaten reifen zwar farblich nach, entwickeln ihr volles Aroma jedoch nur, solange sie an der Pflanze wachsen.
Botanisch gehören Tomaten als Nachtschattengewächse zum Fruchtgemüse und sind mit Auberginen, Gurken, Kürbissen und Zucchini verwandt.

