Rototilt trotzt der Pandemie: Erfolgreiche Umstrukturierung und Fokus auf Service
Die Rototilt GmbH mit Sitz in Regensburg blickt auf ein herausforderndes, aber erfolgreich gemeistertes Jahr 2020 zurück. Trotz der pandemiebedingten Unsicherheiten und anfänglichen Befürchtungen bezüglich der Lieferketten konnte das Unternehmen sein Vorjahresniveau halten. Dies gelang auch durch organisatorische Umstrukturierungen, die eine Verschiebung des Schwerpunkts hin zum Servicebereich ermöglichten.
Wolfgang Vogl, Geschäftsführer der Rototilt GmbH, betont, dass die anfänglichen Befürchtungen bezüglich der Zulieferprobleme von hydraulischen Komponenten, die europaweit gefertigt werden, sich als beherrschbar erwiesen. Die Lieferverzögerungen beliefen sich im Durchschnitt auf eine Woche. Das Jahr 2020 wurde zudem genutzt, um interne Abläufe zu optimieren, wofür unter normalen Geschäftsbedingungen weniger Zeit zur Verfügung gestanden hätte.
Fokus auf Service und Personalentwicklung
Im Zuge der Neuorganisation wurde der Fokus verstärkt auf den Service für Endkunden gelegt. Während die Vertriebsmannschaft aufgrund der Corona-bedingten Stagnation leicht angepasst wurde, erfolgte eine personelle Aufstockung im technischen Bereich. Ein zusätzlicher Techniker wurde bereits eingestellt, ein weiterer wird gesucht. Mit dann elf Mitarbeitern wird das Team größer sein als vor der Pandemie. Diese Verstärkung soll auch den Ausbau der Händlerschulungen ermöglichen, um die Partner technisch und kaufmännisch noch besser zu unterstützen.
Positive Resonanz auf QuickChange Generation II und Open-S
Seit Mai 2020 ist das vollhydraulische Schnellwechslersystem QuickChange Generation II in Deutschland verfügbar. Die Einführung zielte darauf ab, qualitativ hochwertige Referenzen zu schaffen und die Leistungsbeschreibungen im realen Einsatz zu bestätigen. Die bisher ausgelieferten Einheiten arbeiten laut Unternehmen problemfrei und zur vollen Zufriedenheit der Kunden. Eine umfassende Bewertung der Erkenntnisse ist für Mai 2021 geplant.
Besonders positiv wird die Verbindung von QuickChange Generation II mit dem neuen Standard Open-S bewertet. Dieser wurde am 1. Oktober 2020 gemeinsam von Rototilt und Steelwrist ins Leben gerufen und ermöglicht eine herstellerübergreifende Kompatibilität von Schwenkrotatoren, Schnellwechslern und Anbaugeräten. Das große Interesse und die Bewerbungen diverser Firmen um eine Mitgliedschaft deuten darauf hin, dass sich Open-S in den kommenden Jahren zu einem offenen Standard in Europa, insbesondere Zentraleuropa, entwickeln wird. Dies soll die Akzeptanz vollhydraulischer Schnellwechsler weiter fördern, indem die Abhängigkeit von einem einzelnen Hersteller reduziert wird.
Sicherheit und Produktionsausbau im Fokus
Für 2021 steht die Bewerbung und der Einsatz des Schnellwechsler-Sicherheitssystems SecureLock im Vordergrund. Dieses System, das 2019 mit dem German Innovation Award ausgezeichnet wurde, erfüllt laut Rototilt die Anforderungen der bevorstehenden Novellierung der Euronorm für Schnellwechsler vollumfänglich. Bei den neuen, mit QuickChange Generation II ausgestatteten Geräten ist SecureLock bereits Standard und wird von der BG Bau als besonders sicherer Schnellwechsler gefördert.
Um der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden, wurde das Rototilt-Stammhaus im schwedischen Vindeln um über 4.000 m² erweitert. Die Produktion ist bereits in die neuen Hallen mit ergonomisch optimierten Arbeitsplätzen umgezogen, und die Endmontage hat im Oktober den Betrieb aufgenommen. Die Kapazitäten des Werks wurden durch die Erweiterung verdoppelt. Der Personalaufbau wird 2021 fortgesetzt, um eine weiter steigende Nachfrage bedienen zu können.
Messepräsenz und Kundenkontakt
Rototilt plant, im Jahr 2021 an verschiedenen Fachmessen und Veranstaltungen teilzunehmen, sofern die Rahmenbedingungen dies zulassen. Dazu gehören die Erdbau Live – Baggerfahrer helfen krebskranken Kindern (14. bis 16. Mai), die TiefbauLive (10. bis 12. Juni) in Karlsruhe und die Demopark (20. bis 22. Juni) in Eisenach. Bei der Nordbau 2021 (08. bis 12. September) wird Rototilt wieder mit einem eigenen Stand vertreten sein, nachdem die Nordbau 2020 ausschließlich als Fachausstellung stattfand.
Der direkte Kontakt zu Endkunden ist Rototilt wichtig, um Erfahrungen für Produktentwicklungen und -optimierungen zu sammeln. Zudem bietet sich die Möglichkeit, Interessenten direkt zu beraten und Bestandskunden aus erster Hand zu informieren sowie Kooperationen mit Herstellern und Händlern auszubauen.
Erfolgreiches Gewinnspiel
Mitten in der Pandemie veranstaltete Rototilt Deutschland ein Gewinnspiel anlässlich des 34-jährigen Jubiläums des ersten Rototilt-Schwenkrotators. Es wurden 34 Preise verlost, darunter ein vollhydraulischer Rototilt-Schnellwechsler QuickChange QC70-55 im Wert von rund 13.000 Euro als erster Preis, ein QuickChange QC65-5 im Wert von rund 10.000 Euro als zweiter Preis und ein Rototilt-Schwenkrotator R1 / fix / MS01 im Wert von 7.000 Euro als dritter Preis. Die weiteren Gewinner erhielten eine "Powered by Rototilt"-Fanjacke.
Die Resonanz auf das Gewinnspiel war mit über 1.000 Teilnehmern überwältigend. Die Gewinner sind Marcel Lenhard (1. Preis), Michael Lohmeyer (2. Preis) und Jannik Kohler (3. Preis). Die persönliche Übergabe der Gewinne ist geplant, sofern die Corona-Bestimmungen dies zulassen.