Naturschutz

„Blühende Betriebe“ fördern Artenvielfalt in Bayern

Das Bayerische Umweltministerium hat 16 Institutionen für ihr Engagement im Arten- und Insektenschutz als „Blühende Betriebe“ ausgezeichnet. Die Initiative ist Teil des Blühpakts Bayern und fördert die naturnahe Gestaltung von Außenflächen.

Engagement für Arten- und Insektenschutz gewürdigt

Das Bayerische Umweltministerium hat 16 Institutionen für ihr Engagement im Arten- und Insektenschutz als „Blühende Betriebe“ ausgezeichnet. Die feierliche Übergabe der Auszeichnungen fand im Zeidlerschloss in Feucht statt.

„Mit unserer Initiative 'Blühender Betrieb' bringen wir den Artenschutz in Bayern weiter voran. Insgesamt rund 190.000 Quadratmeter neue Lebensräume für Insekten haben die ausgezeichneten Betriebe angelegt. Die 'Blühenden Betriebe' leisten mit ihrem Engagement einen wichtigen Beitrag für die Artenvielfalt.“

Dies betonte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber bei der Veranstaltung. Er hob hervor, dass die Betriebe auch in der kalten Jahreszeit eine wichtige Rolle spielen, indem sie Überwinterungsstrukturen für Insekten und andere Tiere belassen.

Kriterien und Ziele der Auszeichnung

Die Auszeichnung „Blühender Betrieb“ wird seit Oktober 2018 vom Bayerischen Umweltministerium an Institutionen vergeben, die ihre Außenflächen strukturreich gestalten und dadurch die Arten- und Insektenvielfalt fördern. Zu den Kriterien gehören eine naturnahe Gestaltung der Außenanlagen mit bienenfreundlichen Stauden, Hecken oder Blumenwiesen. Ebenso ist der Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel und torfhaltige Substrate sowie das Belassen von Überwinterungsstrukturen erforderlich.

Die Initiative ist Teil des Blühpakts Bayern und ergänzt weitere Maßnahmen des Umweltministeriums zum Schutz von Bienen und anderen Insekten. Seit März dieses Jahres bietet das Umweltministerium zudem eine fachlich fundierte Beratung für bayerische Institutionen an, die ihre Freiflächen naturnah und insektenfreundlich gestalten möchten. Ziel dieser Beratung ist es, Empfehlungen zur Pflanzenauswahl, Bodenvorbereitung und Pflege zu geben.

Für dieses Pilotprojekt wurden zunächst 25.000 Euro bereitgestellt, eine Fortsetzung ist für das nächste Jahr geplant. Die Beratung wird von Mitgliedern der Regionalgruppe Bayern des Vereins Naturgarten e. V. durchgeführt. Ausgezeichnete Institutionen können zudem Mitglied im Umweltpakt Bayern werden, der mit über 2.600 Mitgliedern zu den größten Umweltinitiativen in Deutschland zählt. Umwelt- und Blühpakt tragen auf Basis von Freiwilligkeit, Eigenverantwortung und Kooperation zum Umwelt- und Ressourcenschutz sowie zur Umsetzung der bayerischen Biodiversitätsstrategie bei.

Ausgezeichnete Institutionen

Folgende 16 Institutionen wurden als „Blühende Betriebe“ ausgezeichnet:

Oberbayern:

  • Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung (ADBV), Freilassing
  • Büro für Bauleitplanung und Gestaltung Wolfgang Wenger, Marktl

Oberfranken:

  • LENK GmbH, Pegnitz
  • PEMA Vollkorn-Spezialitäten Heinrich Leupoldt KG, Weißenstadt
  • RHI Magnesita Werk – Marktredwitz

Mittelfranken:

  • Creativhotel Luise, Erlangen
  • DATEV eG, Standort Virnsberger Straße 63, Nürnberg
  • Gerstner Metallbau GmbH, Pappenheim
  • Höfler Gemüsebau GbR, Nürnberg
  • Maschinenfabrik Niehoff GmbH & Co. KG, Schwabach
  • POLYPLAST Sander GmbH, Altdorf bei Nürnberg

Unterfranken:

  • DS Smith Paper Deutschland GmbH, Werk Aschaffenburg
  • Hanse Haus GmbH & Co. KG, Oberleitersbach

Schwaben:

  • Bio Hotel Bayerischer Wirt GmbH, Augsburg
  • Molkerei Gropper GmbH & Co. KG, Bissingen

Oberpfalz:

  • SCHOTT AG, Werk 2, Standort Mitterteich

21.10.2019

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