Frühjahrsausstellung an der LWG: Tradition trifft Moderne im Gartenbau

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Die Frühjahrsausstellung der LWG in Veitshöchheim zog 3.500 Besucher an. Studierende präsentierten innovative Konzepte unter dem Motto „back to the roots – Tradition trifft Moderne“, die traditionelles Wissen mit modernen Anwendungen im Gartenbau verbinden.

Innovative Konzepte und traditionelles Wissen im Fokus

Rund 3.500 Besucher informierten sich auf der Frühjahrsausstellung der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim. Unter dem Motto „back to the roots – Tradition trifft Moderne“ präsentierten Studierende Projekte und Konzepte für den Gartenbau.

Ein Schwerpunkt der Ausstellung lag auf der Verbindung von traditionellem Wissen und modernen Anwendungen. So wurde gezeigt, wie historische Kenntnisse über Heilpflanzen und Kosmetik in Eigenproduktion umgesetzt werden können. Ein Beispiel hierfür war ein Peeling aus gemahlenen Mandeln, Hafermehl, pulverisierten Orangenschalen, Rosenblütenblättern und Ölen.

Die Studierenden der Staatlichen Meister- und Technikerschule für Weinbau und Gartenbau stellten verschiedene Aspekte des Gartenbaus vor. Dazu gehörten altersgerechte Hochbeete in modernen Bauerngärten, innovative Regentonnen-Lösungen für Schrebergärten sowie moderne Wasserlandschaften. In den Gewächshäusern fanden Vorträge zu Gartenkulturen und Recycling statt.

An den Ständen informierten die Studierenden über den Anbau von Mairüben und Rettich, stellten wertvolle Kräuter- und Gemüsesorten für Beet und Balkon vor und demonstrierten Methoden der Pflanzenvermehrung. Zudem gaben sie Tipps zur Auswahl geeigneter Rosen für Pflanztröge und präsentierten verschiedene Wasserspiele.

Besonderes Interesse weckten die ausgestellten grünen Wände. Landschaftsgärtner zeigten ein individuell bepflanzbares System aus Kunststoff, das sich für Balkone eignet. Dieses System ermöglicht den vielfältigen Anbau von Blumen und Kräutern auf kleinem Raum. Die Töpfe sind einfach auszuwechseln, zu bepflanzen und werden automatisch bewässert. Eine solche grüne Wand kann an heißen Sommertagen für kühlere Luft sorgen und wirkt schalldämmend. Ein halber Quadratmeter mit zwölf Töpfen dieses erweiterbaren Systems kostet etwa hundert Euro.

Die Zierpflanzengärtner präsentierten grüne Wände für den Innenbereich. Hier wurde die Efeutute als attraktive, transportable und lebendige Skulptur gezeigt. Diese Pflanzen verbessern die Raumluft und filtern Staub sowie moderne Baugifte. Die Ausstellung demonstrierte, wie diese Pflanze zu modernen Möbeln passt.

In der Kellerei führten angehende Weinbautechniker die Besucher an einer Aromatheke in die Welt der Weinaromen ein. Dort konnten sie erfahren, welche Aromen wie Holz, Citrus, Schwarze Johannisbeere oder Maracuja in verschiedenen Weinen zu finden sind.

Das Projekt „back to the roots – Tradition trifft Moderne“ dient den angehenden Führungskräften im Garten- und Landschaftsbau sowie den künftigen Meistern und Technikern des Weinbaus als Lernplattform für die Gestaltung eigener Veranstaltungen.

Zur Eröffnung der Ausstellung waren Vertreter des Garten- und Weinbaus anwesend, darunter Roland Albert, Präsident des Bayerischen Gärtnereiverbandes, Ulrich Schäfer, Präsident des Verbandes für den Garten- und Landschaftsbau in Bayern, und Arthur Steinmann, Präsident des Fränkischen Weinbauverbandes. Ebenfalls zu Gast waren Raimund Stumpf, Vorsitzender des Verbandes der Ehemaligen Veitshöchheimer, und Alfons Weiglein vom Bund deutscher Baumschulen Landesverband Bayern. Dr. Hermann Kolesch, Vizepräsident der LWG, die Fränkische Weinkönigin Marion Wunderlich und die Deutsche Baumkönigin 2014 Miriam Symalla rundeten die Eröffnungsfeier ab.

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