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S.E.E. übernimmt Tünnissen: Neues Angebot im Bereich Holzzerkleinerung

Die französische S.E.E. Gruppe hat den deutschen Hersteller Tünnissen übernommen. Diese Fusion stärkt Saelen Industrie auf dem europäischen Markt und erweitert das Angebot an Holzzerkleinerern für die Grünflächenbranche. Die Übernahme sichert beiden Unternehmen eine langfristige Zukunft.

Saelen Industrie und Tünnissen bündeln Kräfte auf dem europäischen Markt

Die französische Firmengruppe S.E.E. hat über ihren Geschäftsbereich Saelen Industrie den deutschen Hersteller Tünnissen übernommen. Die am 8. Dezember 2009 unterzeichnete Übernahme positioniert Saelen Industrie stärker auf dem europäischen Markt. Durch die Zusammenführung des Know-hows von Saelen Industrie, spezialisiert auf Alles-Häcksler, und Tünnissen, Experte für Holzzerkleinerer, entsteht ein umfassendes Häckslerangebot für die Grünflächenbranche.

Tünnissen ergänzt mit seiner Produktpalette die Alles-Häcksler von Saelen Industrie. Ab 2010 wird dieses erweiterte Angebot den Fachhändlern zur Verfügung stehen.

Europäische Marktentwicklung im Fokus

Die Übernahme ermöglicht dem neuen Geschäftsbereich „Holzzerkleinerung“ der S.E.E. Gruppe, das Wachstum in Europa zu beschleunigen. Ziel ist die Weiterentwicklung beider Marken in Deutschland, Großbritannien und Frankreich, die zusammen etwa 70 Prozent des europäischen Häckslermarktes ausmachen. Beide Unternehmen sind zudem in den Niederlanden, Belgien, der Schweiz, Spanien und Portugal präsent.

Saelen Industrie, mit Sitz in Lille Ronchin, ist Marktführer in Frankreich und bekannt für seine Innovationen. Diese umfassen Verbesserungen des Bedienkomforts, wie breitere und tiefergegelegte Trichter sowie lärmreduzierende Verkleidungen, und die Berücksichtigung von Umweltaspekten, etwa durch CO2-Reduzierungssysteme. Die Marke ist für ihren patentierten Mixrotor bekannt, der Hammer und Messer zur Zerkleinerung von Ästen und Grünschnitt kombiniert. Tünnissen, ansässig in der Nähe von Düsseldorf, ist auf dem deutschen Markt etabliert und wird für seine Technologie, Robustheit, Ergonomie und Verarbeitungsqualität geschätzt.

Die Übernahme führt zu keinen grundlegenden Veränderungen der Unternehmensstrukturen, da beide Unternehmen mit ihren spezifischen Produktpaletten bestehen bleiben. Es wird jedoch erwartet, dass die Nutzung von Synergien die Fähigkeiten im Bereich der Häcksler erheblich steigert.

„Olivier Willerval und ich, wir kennen uns seit 25 Jahren“, erinnert sich Werner Tünnissen. „Aufgrund der Tatsache, dass wir uns auf ein und demselben Markt mit zwei unterschiedlichen Produkten bewegten -Holzzerkleinerer und Alles-Häcksler-, haben wir zahlreiche, sehr konstruktive Diskussionen gehabt. Ich bin 65 Jahre alt, wollte die Unternehmensnachfolge regeln und die Aktivitäten von Tünnissen gern erhalten. Die Übernahme war langfristig vorbereitet und stand in keinerlei Zusammenhang mit den derzeitigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.“
„Tünnissen ist sehr kreativ“, setzt Werner Tünnissen fort: „Für 2010 wurde die Produktpalette vollkommen erneuert und unsere Gesellschaft wurde im vergangenen Jahr deutschlandweit als sehr innovative Firma wahrgenommen. Was mich dazu bewegt hat, ist die Tatsache, dass auch Saelen ein innovatives Unternehmen ist, das die gleichen Werte vertritt. Ich hatte somit die Gewissheit, Tünnissen in gute Hände zu legen.“
„Saelen ist ein Unternehmen, dem man ein europäisches Ausmaß verleihen muss, was eine Niederlassung in Deutschland einschließt“, ergänzt Olivier Willerval.

Industrielle Synergien und Produktionsstrukturen

Saelen Industrie und Tünnissen verfolgen ähnliche Produktionsansätze, indem sie Maschinen selbst entwickeln und fertigen. Tünnissen betreibt seit zwölf Jahren eine Produktionsstätte in der Nähe von Riga, Lettland, die für die Rohproduktion, mechanische Bearbeitung und Schweißarbeiten zuständig ist. Dort wurden Investitionen in automatisierte High-Tech-Maschinen getätigt. Die Qualitätskontrolle wird von deutschen Ingenieuren in Zusammenarbeit mit lettischen Ingenieuren gewährleistet.

Einkaufs- und Investitionssynergien

Die Ähnlichkeit der Geschäftsfelder ermöglicht Einsparpotenziale beim Einkauf von Komponenten. Insbesondere bei hydraulischen Bauteilen und Motoren, die weitgehend baugleich sind, können Synergien genutzt werden. Auch Investitionen, die für ein einzelnes Unternehmen unwirtschaftlich wären, können sich durch die gemeinsame Nutzung rentieren.

Kommerzielle Synergien und Vertriebsstrategie

„Im Bereich der Verkäufe existiert de facto eine Synergie über die Tochtergesellschaften von SEE in Deutschland, Frankreich und England, d.h. etwa 70 % des europäischen Marktes“, stellt Olivier Willerval fest. „Das heißt selbstverständlich nicht, dass wir die anderen Länder vernachlässigen. Obwohl wir in verschiedene Länder weltweit nachgefragt werden, möchten wir uns vorerst jedoch nicht festlegen. Wir möchten unsere Arbeit in Europa so gut wie möglich erledigen; danach werden wir uns etwas einfallen lassen.“

Vertriebs- und Marketingexperten werden gemeinsame Aktionen für die Produktreihen von Saelen Industrie (Alles-Häcksler) und Tünnissen (Holzzerkleinerer, einschließlich Stubbenfräsen) entwickeln. Diese Aktivitäten werden von den Standorten Neukirchen-Vluyn (Deutschland) und Lille-Ronchin (Frankreich) koordiniert. Nach französischem Vorbild, wo sechs kaufmännische Angestellte die Händlerbeziehungen pflegen, sollen in Deutschland und England weitere Vertriebsmitarbeiter für beide Marken eingesetzt werden. Dies soll die Nähe zu Anwendern und Händlern stärken, die dann zwei ergänzende Produktpaletten von einem Ansprechpartner erhalten.

Vergleichbare Produktionshistorie

„Unsere beiden Unternehmen haben das gleiche Produktionsniveau“, merkt Olivier Willerval an: „Tünnissen hat ca. 5000 Holzzerkleinerer in den vergangenen 25 Jahren produziert; Saelen Industrie hat seinen ersten Häcksler im Jahre 1986 produziert, in einem Rhythmus, der sich in den letzten Jahren beschleunigt hat.“
„Die Tatsache, dass die beiden Unternehmen jeweils 5000 Maschinen produziert haben, ist ein ausschlaggebendes Argument für die Zukunft“, fügt Werner Tünnissen hinzu, „denn daraus ergibt sich eine unersetzbare Grundlage an technischer Erfahrung und es werden solide Grundlagen für die zukünftige Entwicklung geschaffen.“

Führung und Beratung

Die Geschäfte von Tünnissen werden zukünftig von Dipl.-Ing. Klaus Tissen geleitet, der seit über 20 Jahren im Unternehmen tätig war. Werner Tünnissen bleibt als Berater aktiv und wird die Marktbeobachtung übernehmen.

„Die Entwicklung von Tünnissen motiviert mich weiterhin“, unterstreicht er: „Die Kraft, die ich habe, möchte ich für die Weiterentwicklung des neuen Unternehmens einsetzen.“
„Das ist eine außergewöhnliche Herausforderung für mich, für Bruno Couchou-Meillot und für das gesamte Team von Saelen Industrie“, teilt Olivier Willerval mit. „Es ist eine große Genugtuung zu sehen, wie die Teams in Deutschland, Lettland, Belgien, England, Frankreich usw. zusammenarbeiten. Der Erfolg dessen, was wir einbringen, ist einzig und allein den Personen zu verdanken und dem gegenseitigen Verständnis, das sie untereinander haben, im Rahmen eines kleinen Familienunternehmens mit menschlicher Größe.“

Olivier Willerval und Werner Tünnissen betonen abschließend, dass gemeinsame Werte die Unternehmen zusammengeführt haben und die Übernahme von Tünnissen durch Saelen Industrie beiden Unternehmen mindestens weitere 15 Jahre Arbeit sichert.

17.02.2010

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TS Industrie GmbH

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47906Kempen
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