Naturschutz

EU-Förderung für Klima- und Naturschutz soll dauerhaft verbessert werden

Bayern fordert auf der Umweltministerkonferenz eine deutliche Verbesserung der EU-Finanzierung für Klima-, Umwelt- und Naturschutzprojekte. Ziel ist es, ab 2020 mehr Mittel bereitzustellen, um wichtige Beiträge zu Europas Nachhaltigkeitszielen zu leisten und die Umsetzung von Maßnahmen zu beschleunigen.

Notwendigkeit einer soliden Finanzierung für Umwelt- und Klimaschutz

Eine hohe Umweltqualität mit intakten Lebensgrundlagen ist Grundlage für eine zentrale Voraussetzung für nachhaltiges Wachstum und Lebensqualität vor Ort. Die Zukunftsthemen Klima und Umwelt brauchen ein ausreichendes finanzielles Fundament durch die EU. Die Weltklimakonferenz in Bonn erinnert die Staatengemeinschaft an ihre gemeinsame Verantwortung.

Die anstehenden Aufgaben in diesen Bereichen erfordern eine solide Finanzierung, um die Umsetzung von Maßnahmen in den Mitgliedstaaten zu beschleunigen. Ziel ist es, die Finanzierung ab der Förderperiode 2020 auszubauen. Mit zusätzlichen Mitteln können die Mitgliedstaaten wichtige Beiträge zu den Umwelt- und Nachhaltigkeitszielen Europas leisten.

Erweiterter Fokus auf Klimafolgenanpassung und Grüne Infrastrukturen

Zukünftig sollen neben Maßnahmen zur CO2-Minderung verstärkt Projekte im Umwelt- und Naturschutz sowie zur Klimafolgenanpassung in städtischen und ländlichen Gebieten unterstützt werden. In Bayern könnten insbesondere der Alpenraum und der kooperative Naturschutz von einer verbesserten Finanzierung profitieren.

Die EU-Alpenstrategie (EUSALP) hat unter bayerischem Vorsitz das Ziel, ein internationales Netzwerk für Grüne Infrastrukturen im Alpenraum zu etablieren. Diese Infrastrukturen umfassen Bergwälder, Flussauen, Moore, nachhaltig bewirtschaftete Almflächen und Flussdeltas in alpinen Seen. Sie sind nicht nur ökologisch wertvoll, sondern auch wirtschaftlich von Bedeutung, da sie beispielsweise die Existenzgrundlage für Bergbauern sichern.

Die EU sollte die grünen Infrastrukturen bei der Förderung mit Straßen und Schienen vergleichbar behandeln. Grüne Infrastrukturen wie Bergwälder, Flussauen, Moore, nachhaltig bewirtschaftete Almflächen und Flussdeltas in alpinen Seen sind nicht nur ökologisch wertvoll, sondern auch wirtschaftlich von herausragender Bedeutung. Wir wollen den Schutz unserer Naturheimat stärken. Davon sollen die Menschen in den Regionen profitieren. Wir wollen mit neuen Mitteln der EU insbesondere den kooperativen Naturschutz stärken.

17.11.2017

Zurück