Globale Herausforderungen und die Rolle der Weltwasserwoche
Zum Abschluss der Weltwasserwoche ruft Bundesumweltministerin Svenja Schulze die internationale Gemeinschaft dazu auf, sich für eine globale Wasser- und Sanitärversorgung einzusetzen. Dies ist eines der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, wobei die UN-Wasserkonferenz 2023 in New York eine zentrale Rolle spielt.
Die Ministerin sprach auf dem Abschlussplenum der Weltwasserwoche, einer Veranstaltung des Stockholm International Water Institute (SIWI). Unter dem Motto „Building Resilience Faster“ befasste sich die Weltwasserwoche mit globalen Herausforderungen wie der Klimakrise, Wasserknappheit, Ernährungssicherheit und den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie.
Wasser ist die Grundlage jeglichen Lebens. Der Schutz unserer Wasserressourcen ist daher unverzichtbar. Wasser ist auch die Schlüsselressource zu einer klimaresilienten Zukunft. Die Umsetzung des Nachhaltigkeitsziels 6 Wasser und Sanitärversorgung für alle muss daher dringend weltweit mehr Fahrt aufnehmen. Deutschland hat mit den „Bonn Water Dialogues for Results“ politische Empfehlungen erarbeitet, die von immer mehr Regierungen und Organisationen unterstützt werden. Ich lade alle, die noch nicht dabei sind, ein, sich anzuschließen.
Die Auswirkungen der Klimakrise zeigen sich bereits in Extremwetterereignissen wie Hochwasserkatastrophen in Westeuropa und China, Waldbränden am Mittelmeer und in den USA sowie Dürren auf Madagaskar. Wasser ist dabei das Medium, durch das diese Auswirkungen am deutlichsten werden. Zwischen 2001 und 2018 waren rund 74 Prozent aller Naturkatastrophen wasserbedingt, wovon über drei Milliarden Menschen durch Überschwemmungen und Dürren betroffen waren.
Das Bundesumweltministerium setzt sich national und international für die beschleunigte Umsetzung des Nachhaltigen Entwicklungsziels (SDG) 6 der Agenda 2030 – „Wasser und Sanitärversorgung für alle“ – ein. Im Juni stellte Bundesumweltministerin Svenja Schulze den Entwurf einer Nationalen Wasserstrategie vor, um die Wasserversorgung in Deutschland langfristig zu sichern.
International engagiert sich das Bundesumweltministerium im Vorbereitungsprozess der UN-Wasserkonferenz 2023 in New York. Hierfür wurde in diesem Jahr der internationale Wasserdialog „Bonn Water Dialogues for Results“ ins Leben gerufen. In Zusammenarbeit mit Staaten aus verschiedenen Weltregionen, der Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und relevanten internationalen Organisationen wurden konkrete Handlungsempfehlungen entwickelt, um die wasserbezogenen Nachhaltigkeitsziele bis 2030 weltweit zu erreichen.
Dieser Dialog mündete in einer virtuellen Ministerkonferenz im Juli mit Teilnehmenden aus 87 Ländern. Die Bundesregierung hat bereits finanzielle und inhaltliche Unterstützung zugesagt und wird sich weiterhin aktiv in den Vorbereitungsprozess einbringen.
