Schutz der europäischen Wälder vor der Klimakrise

Naturschutz

Bundesminister Cem Özdemir fordert auf dem High-Level Policy Dialogue von FOREST EUROPE eine Bündelung europäischer Kräfte zum Schutz der Wälder vor der Klimakrise. Er betont die Bedeutung nachhaltiger Waldbewirtschaftung für Widerstandsfähigkeit und Artenvielfalt.

Europäische Strategien zur Waldresilienz

Bundesminister Cem Özdemir hat auf dem High-Level Policy Dialogue (HLPD) von FOREST EUROPE dazu aufgerufen, europäische Kräfte und Wissen zu bündeln, um die Wälder vor den Auswirkungen der Klimakrise zu schützen. Er betonte die Rolle der Wälder im Kampf gegen die Klimakrise und ihre Bedeutung für Luft- und Wasserqualität sowie die biologische Vielfalt.

Unsere Wälder sind wichtige Mitstreiter beim Kampf gegen die Klimakrise und ihrer Folgen. Sie beeinflussen erheblich die Luft- und Wasserqualität. Sie stabilisieren die biologische Vielfalt und damit das fragile Gleichgewicht der Natur. Unsere Wälder enden nicht an Staatsgrenzen, Klimaschutz endet nicht an Staatsgrenzen, der Schutz der Artenvielfalt endet nicht an Staatsgrenzen. Der Schutz unserer Wälder und deren Anpassung an die Klimakrise ist daher eine gesamteuropäische Herausforderung. Wir können sie nur gemeinsam bewältigen.

Im Fokus des Treffens standen die Folgen der Klimakrise in europäischen Wäldern. Özdemir hob hervor, dass die nachhaltige Waldbewirtschaftung entscheidend ist, um Wälder widerstandsfähiger zu machen.

Herausforderungen und Lösungsansätze

In Deutschland müssen infolge von Trockenheit, Schädlingsbefall und Waldbränden rund 50.000 Hektar wiederbewaldet werden. Dabei soll sichergestellt werden, dass künftige Wälder widerstandsfähiger und vielfältiger sind, was auch die bestehenden Wälder einschließt.

Wie wir unsere Wälder mit nachhaltiger Waldbewirtschaftung resilienter gegen die Auswirkungen der Klimakrise aufstellen können ist das zentrale Thema für viele Länder innerhalb und außerhalb Europas. Allein in Deutschland müssen in Folge von Trockenheit, Schädlingsbefall und Waldbränden rund 50000 Hektar nachhaltig wiederbewaldet werden. Dabei müssen wir sicherstellen, dass unsere künftigen Wälder widerstandsfähiger und vielfältiger werden. Das schließt auch die bestehenden Wälder mit ein.

Ein Kernanliegen des deutschen Forest Europe Vorsitzes ist der Aufbau einer europäischen Plattform, um Sachverstand und Forschungsergebnisse zum Schutz der Wälder vor der Klimakrise zu bündeln. Die geplante „Forest Risk Facility” (FoRISK Facility) soll als Experten-Netzwerk eine ständige Anlaufstelle für Partner und Initiativen bieten.

Zudem ist vorgesehen, dass die Plattform die Entwicklung praktischer Handlungsanleitungen und politischer Strategien unterstützt sowie Beratung im Katastrophenrisikomanagement anbietet.

FOREST EUROPE und der High-Level Policy Dialogue

FOREST EUROPE ist ein pan-europäischer forstpolitischer Prozess auf Ministerebene, der Richtlinien, Kriterien und Indikatoren nachhaltiger Forstwirtschaft entwickelt. Unter dem Motto "Growing Healthier Forests: How can Sustainable Forest Management enhance resilience?" diskutierten Regierungsvertreter und Praktiker am 9. November 2023 in Berlin.

Der HLPD wurde von Forest Europe in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft organisiert.

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