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Skateanlage in Ratingen-Hösel: Von der Idee zur Realisierung

In Ratingen-Hösel entstand eine neue Skateanlage auf einer maroden Asphaltfläche. Die 430 m² große Anlage wurde in Ortbetonbauweise realisiert und unter aktiver Beteiligung von Jugendlichen konzipiert, um den Unterhaltungsaufwand zu minimieren.

Planung und Bau der Skateanlage

In Ratingen-Hösel wurde auf dem Waldspielplatz eine neue Skateanlage errichtet. Die Planung sah vor, eine bestehende, marode Asphaltfläche als Standort zu nutzen. Aufgrund eines vorgegebenen Kostenrahmens von netto 85.000 Euro wurde die Anlage auf einer Fläche von 430 m² konzipiert.

Die alte Asphaltfläche wurde vollständig abgebrochen und entsorgt. Die neue Skateanlage entstand in Ortbetonbauweise, was den Unterhaltungs- und Wartungsaufwand minimieren soll. Die Gestaltung der Anlage erfolgte unter aktiver Beteiligung von Jugendlichen, deren Ideen und Vorstellungen in den Entwurf einflossen.

Jugendbeteiligung und Entwurfsphase

Im Rahmen der Jugendbeteiligung fanden mehrere Termine im Jugendzentrum Hösel statt. Zunächst wurde eine Prioritätenliste erstellt, in der die Wünsche der Jugendlichen gesammelt wurden. Basierend auf dieser Liste erarbeitete eine Skate-AG in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und dem Grünflächenamt einen Vorentwurf und den finalen Entwurf.

Nach insgesamt vier Treffen konnte die Entwurfsphase abgeschlossen werden. Die Anlage wurde so konzipiert, dass sie sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Skater, BMX-Fahrer, Inliner und Mountainbiker nutzbar ist. Besonderer Wert wurde darauf gelegt, dass auch Kinder und Jugendliche ohne Vorerfahrung die Anlage sofort nutzen können.

Konzept des Skateplaza

Der Entwurf sieht einen Skateplaza vor, der an einen öffentlichen Platz erinnert. Die Anlage nutzt die vorhandene Topographie des Geländes, wodurch vier Bereiche mit unterschiedlichen Höhenniveaus entstanden sind. Auf Wunsch der Skate-AG wurde der Skateplaza mit verschiedenen Obstacles wie Banks, Curbs und Ledges ausgestattet.

Die Platzierung der Obstacles ermöglicht das Fahren unterschiedlicher "Lines", also flüssiger Fahrwege ohne ständiges Abbremsen. Dies führt zu verschiedenen Schwierigkeitsgraden der Obstacles. Die Planung sah zudem vor, das Oberflächenwasser in die Rasenflächen zu entwässern. Die Planung der Anlage erfolgte im Frühjahr 2010, die Fertigstellung erfolgte im September desselben Jahres. Die Landschaftsarchitektur und Planung verantwortete Ralf Maier.

15.10.2010

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