Schmetterlingspopulationen im Rückgang: Ursachen und Folgen
Ein zentrales Ergebnis der Zählungen war die geringe Anzahl an Schmetterlingssichtungen. Dr. Laura Breitkreuz, Insektenexpertin des NABU, stellte fest, dass noch nie zuvor so wenige Falter gemeldet wurden. Als mögliche Ursachen werden die Klimakrise mit extremen Wetterereignissen, der Verlust von Lebensräumen und ein reduziertes Nahrungsangebot genannt. Arten wie der Kleine Fuchs, das Landkärtchen oder der Schornsteinfeger könnten unter den wärmeren und trockeneren Bedingungen leiden und sich in kühlere Regionen zurückziehen.
Die genauen Gründe für den Rückgang der Schmetterlingszahlen bedürfen weiterer Forschung, um Gegenmaßnahmen entwickeln zu können. Schmetterlinge sind nicht nur ästhetisch bedeutsam, sondern auch wichtige Bestäuber und eine unverzichtbare Nahrungsquelle für Vögel und Fledermäuse.
Zunahme der Blauen Holzbiene: Ein Lichtblick
Im Gegensatz zu den Schmetterlingen wurde die Blaue Holzbiene deutlich häufiger gesichtet als in den Vorjahren. Sie erreichte in der Jahresrangliste 2023 den achten Platz, nachdem sie zuvor auf Platz zehn rangierte. Dr. Breitkreuz führt dies auf die Ausbreitung der größten Wildbiene Deutschlands zurück, die durch wärmere Sommer gute Lebensbedingungen vorfindet. Ihre auffällige schwarz-bläuliche Färbung, Körpergröße und ihr tiefes Summen erleichtern die Identifikation auch für unerfahrene Zähler.
Der Insektensommer erhielt auch in diesem Jahr Unterstützung von prominenten Persönlichkeiten, darunter die Schauspielerin Dr. Maria Furtwängler, die Moderatoren Ruth Moschner und Ralf Caspers, der forensische Entomologe Dr. Mark Benecke, die Schriftstellerin und Wissenschaftsjournalistin Jasmin Schreiber, der Instagram-Influencer robinga_schnoegelroegel sowie die Figur Biene Maja und ihre Freunde, die zum Mitmachen aufriefen.
