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Pflanzenschutz im Hobbygarten: UBA befragt zu Umweltbewusstsein und Alternativen

Das Umweltbundesamt (UBA) hat eine Umfrage zur Pflanzenschutzpraxis in Hobbygärten durchgeführt. Ziel ist es, Hobbygärtner über umweltrelevante Nebenwirkungen chemischen Pflanzenschutzes aufzuklären und chemiefreie Alternativen aufzuzeigen. Die Ergebnisse fließen in ein neues Online-Informationsangebot ein.

UBA-Umfrage zur Pflanzenschutzpraxis im Hobbygarten

Im Jahr 2012 wurden im Bereich Haus- und Kleingarten 4.545 Tonnen Pflanzenschutzmittel abgesetzt. Angesichts dieser Menge stellt sich die Frage, wie gut Hobbygärtner über die Umweltauswirkungen der im Handel erhältlichen Mittel informiert sind und welche chemiefreien Alternativen sie kennen.

Das Umweltbundesamt (UBA) führte hierzu eine Online-Umfrage durch, um ein realistisches Bild der aktuellen Pflanzenschutzpraxis in Hobbygärten zu erhalten. Die Ergebnisse der anonymen Befragung sollen in ein neues Online-Informationsangebot einfließen. Dieses soll Hobbygärtnern zukünftig Wissen über umweltrelevante Nebenwirkungen chemischen Pflanzenschutzes vermitteln und Alternativen aufzeigen.

Verbrauch von Pflanzenschutzmitteln

Die größte Menge der im Jahr 2012 für den Haus- und Kleingartenbereich abgegebenen Pflanzenschutzmittel entfiel auf Herbizide mit 2.377 Tonnen. Es folgten Insektizide, Akarizide und Pheromone mit insgesamt 1.121 Tonnen. Sonstige Mittel, die beispielsweise zur Bekämpfung von Schnecken und Schadnagern eingesetzt werden, machten 795 Tonnen aus. Fungizide, Bakterizide und Virizide beliefen sich auf 252 Tonnen.

Rolle des Umweltbundesamtes

Das UBA ist in Deutschland gemäß Pflanzenschutzgesetz an den Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel beteiligt und bewertet deren Umweltrisiken. Es berät das Bundesumweltministerium in umweltbezogenen Fragen zu Pflanzenschutzmitteln und wirkt an der Erarbeitung von Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien mit. Zudem ist das UBA an der Ausgestaltung des Nationalen Aktionsplanes zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln beteiligt. Das Amt entwickelt Bewertungsverfahren weiter und betreibt anwendungsbezogene Umweltforschung.

Hintergrund zur Spanischen Wegschnecke

Forschungsergebnisse der Goethe-Universität Frankfurt und des Biodiversität und Klima Forschungszentrums (BiK-F) zeigen, dass die Spanische Wegschnecke nicht aus Spanien stammt. Für Hobbygärtner, die auf chemische Bekämpfung verzichten möchten, bleibt oft nur die Umsiedlung der Tiere oder deren Entsorgung im Restmüll. Die Art Arion lusitanicus wird von Vögeln und Igeln gemieden, vermutlich aufgrund des bitteren Schleims, den sie absondert.

19.06.2014

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