Das Konzept der Urbanen Umweltakupunktur nimmt sich eine Behandlungsmethode aus der traditionellen chinesischen Medizin zum Vorbild. Mit feinen Nadelstichen an bestimmten Körperstellen soll Akupunktur helfen, Schmerzen zu lindern oder Krankheiten zu heilen. Übertragen auf das Management von Grünflächen in Städten lässt sich mit kleinen, aber sehr gezielten Maßnahmen viel für die Kommunen und ihre Bevölkerung erreichen. Bei einem Online-Seminar im März dieses Jahres haben bereits mehr als 50 Expert*innen aus der kommunalen Praxis ihr Wissen zum Thema Urbane Umweltakupunktur erweitert.
Am 14. September zeigt eine Stadtexkursion in Erfurt, wie sich das Konzept ganz konkret anwenden lässt. Eingeladen sind Expert*innen aus den Bereichen Stadt-, Umwelt- und Landschaftsplanung sowie ähnlicher Fachrichtungen ebenso wie Studierende in diesem Bereich. An der Exkursion kann auch teilnehmen, wer den Online-Kurs im März nicht absolviert hat. Die Exkursion führt zu unterschiedlichen Flächen in Erfurt, die für eine Gestaltung nach dem Konzept der Urbanen Umweltakupunktur in Frage kommen.
Wissenschaftler*innen des Leibniz-Institutes für ökologische Raumentwicklung (IÖR) erläutern die Methodik, Mitarbeiter*innen des Erfurter Garten- und Friedhofsamtes die konkreten Pläne für die Umsetzung vor Ort. In praktischen Übungen erfahren die Teilnehmenden, wie sie geeignete Flächen, die „Akupunkturpunkte“, und geeignete Maßnahmen zur Aufwertung der Flächen auswählen können. Die Teilnahme an der Stadtexkursion ist kostenfrei. Anmeldeschluss ist der 31. August 2021.
Anmeldung per E-Mail bei der Impulsregion Erfurt, Jena, Weimar, Weimarer Land, Christian Bachmann: christian.bachmann@impulsregion.de Programm der Exkursion als PDF: siehe 1. Link Hintergrund „SALUTE4CE“ (Laufzeit: 2019 bis 2022) ist ein Projekt mit zehn Partnern aus fünf Ländern, das von der Europäischen Union im Rahmen des Programms Interreg CENTRAL EUROPE gefördert wird. Die Impulsregion Erfurt, Jena, Weimar, Weimarer Land arbeitet im Projekt eng mit dem Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) in Dresden zusammen. Weitere Informationen auf der englischsprachigen Projekt-Website: 2.
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