Naturschutz

Start für neues EU-Natur-Projekt im Donautal bei Kelheim

Ein neues EU-Natur-Projekt startet im Donautal bei Kelheim. Es soll die Biotopverbundachse stärken und seltene Tier- und Pflanzenarten schützen. Die Europäische Union genehmigte den Förderantrag Bayerns.

Stärkung der Biotopverbundachse im Donautal

Das Donautal bei Kelheim mit der Weltenburger Enge wird als europaweit bedeutende Biotopverbundachse gestärkt. Dieser wertvolle Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen werde erhalten und sogar verbessert.

Das neue Projektgebiet erstreckt sich entlang der Donau zwischen Neustadt und Bad Abbach auf einer Fläche von rund 2.800 Hektar. Dort wurden etwa 2.200 Pflanzen- und Tierarten nachgewiesen, darunter über 700 Arten der Roten Liste.

Die Kosten für das Projekt, das 2013 abgeschlossen sein soll, belaufen sich auf etwa 830.000 Euro. Die Finanzierung erfolgt zur Hälfte durch die Europäische Union und zur anderen Hälfte durch das Bayerische Umweltministerium, den Bayerischen Naturschutzfonds, die Bayerischen Staatsforsten sowie Kommunen vor Ort.

Zweite europäische Anerkennung für die Weltenburger Enge

Mit diesem LIFE-Natur-Projekt erhält die Weltenburger Enge die zweite europäische Anerkennung. Das Europa-Diplom, mit dem das Naturschutzgebiet aufgrund seiner geologischen und kulturgeschichtlichen Bedeutung erstmals 1978 ausgezeichnet wurde, hat der Europarat um weitere zehn Jahre bis 2018 verlängert.

Mit dem Donautal bei Kelheim führt Bayern das 18. LIFE-Natur-Projekt seit 1992 durch. Über 85 Prozent der bayerischen Anträge auf EU-Naturschutz-Fördermittel wurden bisher angenommen. Bislang konnten über 13,7 Millionen Euro über das LIFE-Programm (L'Instrument Financier pour l'Environnement) von der EU für den Naturschutz nach Bayern geholt werden.

Maßnahmen und Ziele des Projekts

Ziel im Donautal bei Kelheim ist es, die vorhandenen Hang- und Auwälder wieder in einen naturnahen Zustand zu bringen. Zudem sollen neue Hecken entstehen und miteinander verbunden werden, um Vögeln, Amphibien und Reptilien Unterschlupf zu bieten. Laichgewässer werden wieder angelegt und Felsen als Brutplätze störungsempfindlicher Vogelarten wie dem Wanderfalken gesichert.

Ein wesentliches Element des Projekts sind auch Infotafeln, Naturlehrpfade und Beobachtungsstationen. Diese sollen Besucher gezielt lenken und so besonders sensible Bereiche beruhigen.

15.02.2009

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