Klimaschutz und Forschungsstand bei Moorböden
Der Transformationspfad für Moorböden kann einen doppelten Beitrag zu den Klimaschutzzielen leisten. Zum einen werden durch die Wiedervernässung von Moorstandorten Treibhausgasemissionen eingespart. Zum anderen wird die Torfverwendung im Gartenbau verringert. Im Rahmen eines Statusseminars präsentieren Referierende aus Forschung und Entwicklung den aktuellen Stand der Wissenschaft und Technik in diesem Bereich. Ziel ist es, den Austausch zwischen den Akteuren zu fördern, Erfahrungen zu teilen und weiteren Forschungsbedarf zu identifizieren.
Inhalte des Seminars
Die Impulsvorträge des Seminars beleuchten verschiedene Aspekte. Dazu gehören der Anbau von Torfmoosen und deren gartenbauliche Eignung sowie die Entwicklung von Substraten auf Basis von Paludikultur-Biomasse. Weitere Beiträge behandeln die Nutzung von Niedermoorbiomasse, die Anforderungen an Paludikultur-Biomasse für Kultursubstrate und die Perspektiven der Substratbranche. Dies ermöglicht einen umfassenden Überblick über den aktuellen Status quo.
Hintergrund und politische Ziele
Das Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung, konkretisiert durch die Torfminderungsstrategie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), sieht einen vollständigen Torfverzicht im Hobbygartenbau bis 2026 und einen weitgehenden Verzicht im Erwerbsgartenbau bis 2030 vor. Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) ist als Projektträger des BMEL mit der Forschungsförderung und der Fach- und Verbraucherinformation im Bereich Moorbodenschutz und Torfminderung beauftragt. Diese Maßnahmen werden mit Mitteln aus dem Sondervermögen „Klima- und Transformationsfonds“ (KTF) finanziert.
