Langfristiger Nutzen und umweltfreundliche Kultivierung
Der Bundes deutscher Staudengärtner (BdS) hat den langfristigen Nutzen von Stauden für den Garten- und Landschaftsbau hervorgehoben. Bei einer Journalistenreise zur Staudensichtung am 25. Juli in Weihenstephan betonte Michael Moll, Vorsitzender des BdS, den wachsenden Wert von Stauden über die Zeit.
Was wir Staudengärtnern unseren Kunden liefern, steigt mit der Zeit im Wert.
Stauden sind demnach keine Verbrauchsgüter, sondern langlebige Elemente, die geplante Anlagen über Jahrzehnte hinweg gestalten und funktional unterstützen. Moll erläuterte die umweltfreundliche Kultivierung von Stauden in Staudengärtnereien, insbesondere im Hinblick auf die Topfgröße. Kleine Staudentöpfe mit einem halben Liter Substrat reduzieren den Materialverbrauch, den Transportaufwand und den Energiebedarf für die Kultivierung.
Nachhaltige Anbaumethoden
Der Einsatz von Herbiziden und chemischen Hemmstoffen ist im Staudenanbau gering. Unerwünschter Aufwuchs wird durch Mulchmaterialien unterdrückt oder mechanisch entfernt. Der hohe Wuchs von Stauden ist in Gärten erwünscht und wird nicht als Problem betrachtet.
Eine interne Umfrage unter Staudengärtnern zeigt, dass im Freiland zu 45 % organische Dünger bevorzugt werden. Häufig kommen auch Depotdünger zum Einsatz. Ab dem Jahr 2020 plant über die Hälfte der Betriebe, den Anteil von Torfersatz auf unter 50 % zu senken.
Wir haben in den letzten Jahren in Pflanzqualität und Kundenberatung bzw. Konzepte zur Begrünung investiert und nicht in Massenproduktion und übermäßig hohen Technisierungsgrad. Das kommt uns aktuell in der Marktlage zu gute.

