Wissensaustausch und Inspiration auf der ISU-Konferenz
Ein zentrales Element der Tagung war der Austausch von Wissen und Erfahrungen im Umgang mit Stauden sowie die gemeinsame Leidenschaft für Pflanzen. Mona Holmberg, eine Gartengestalterin aus Mölndal, Schweden, präsentierte Ansätze zur Aufwertung innerstädtischer Wohnbereiche durch Staudenrabatten, die auch Gehölze integrieren. Bran Kabbes aus den Niederlanden stellte botanische Besonderheiten aus Kirgisistan vor, darunter bis zu vier Meter hohe Aconitum-Arten.
James Hitchmough aus Großbritannien präsentierte neue Pflanzengesellschaften für Stadtlandschaften, die er aus klassischen Wiesengesellschaften entwickelte. Diese Konzepte sind an unterschiedliche klimatische Bedingungen, beispielsweise in China oder Europa, anpassbar. Seinen Erfolg definierte er daran, dass sich Menschen an Bushaltestellen an den Pflanzen erfreuen und diese fotografieren. Die Begeisterung für Pflanzen zu wecken, erfordert demnach nicht nur Fachkenntnis, sondern auch die Fähigkeit, Freude und Experimentierfreude zu vermitteln.
Bedeutung internationaler Treffen für die Staudenkultur
Dies kann durch spezielle Parks, Reisen oder die Einbindung von Stadtbewohnern geschehen. Die jährlichen internationalen Treffen dienen als Plattform für Fachleute und können Impulse für angrenzende Fachrichtungen und weitere Disziplinen geben.
Staudengärtner sind `Special Freaks´.
Dies bestätigte Dr. Andres Altwegg, der Präsident der Internationalen Stauden-Union (ISU), und hob damit die Gemeinsamkeit von Zuhörern und Vortragenden hervor. Er sprach Anja Maubach und dem Grünberger Team seinen Dank für die Organisation der Veranstaltung aus. Die nächsten ISU-Winterdays sind für den 12. bis 14. Februar 2016 ebenfalls in Grünberg geplant.

