Herausforderungen und positive Entwicklung der Staudenbranche
Die Staudengärtner verzeichneten im vergangenen Winter erhebliche Ausfälle in ihren Beständen, die teilweise oder vollständig betroffen waren. Dies führte bei einzelnen Betrieben zur Inanspruchnahme von Liquiditätsdarlehen der Rentenbank. Trotz dieser Herausforderungen und einer hohen Arbeitsbelastung bei der Beschaffung und Lieferung von Ware, wie Regionalgruppenvertreter in der Vorstandssitzung des Bundes deutscher Staudengärtner (BdS) berichteten, verlief die Saison positiv.
Hohe Nachfrage und langfristige Auswirkungen
Die Nachfrage nach Stauden hielt bis weit in den Sommer an, was die Mitarbeiter stark beanspruchte. Insbesondere die gute Auslastung der Landschaftsbaubetriebe trug maßgeblich zum positiven Absatz bei. Die Staudengärtner erwarten auch für die kommenden Monate eine weiterhin gute Verkaufslage. Jedoch werden die Ausfälle bei den Mutterpflanzen die Branche noch über Jahre hinweg beeinflussen.
Besonders bei einigen Garten-Schätzen und Spezialsortimenten, wie beispielsweise Papaver und Paeonia, gestaltet sich die Wiederbeschaffung schwierig.
Arbeitskreise und Pflanzenmischungen
Die Vorstandssitzung des BdS fand vom 19. bis 21. September in Bonn statt, zeitlich abgestimmt mit den Sitzungen der BdS-Arbeitskreise Pflanzenverwendung und Staudensichtung. Die Teilnehmer diskutierten unter anderem Erfahrungen mit der ersten Pflanzenmischung für den Schatten, genannt „Schattenglanz“. Die Gestaltung von Mischungen für Freiflächen ist einfacher, da die Boden- und Lichtverhältnisse im Schatten komplexer zu kategorisieren sind. Zwei weitere Schattenmischungen befinden sich daher noch in der Erprobung.
Der Bund deutscher Staudengärtner informiert über „Schattenglanz“ mit einem umfangreichen Faltblatt, das unter stauden.de heruntergeladen werden kann. Begrenzte Mengen sind auch direkt über den BdS zu beziehen. Lieferanten, die Stauden und Geophyten quadratmeterweise anbieten, sind ebenfalls online gelistet.
Die Besichtigung der Gärten Arboretum Park Härle in Oberkassel, Park am Blauen See in Königswinter-Thomasberg sowie des Gartens von Jörg Lonsdorf in Bonn-Muffendorf bot den Staudenexperten Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch.
