Organisation und Verwaltung

Steigende Energiepreise: Fördermöglichkeiten für Landwirtschaft und Gartenbau

Die BLE empfiehlt Landwirtschafts- und Gartenbaubetrieben, Förderanträge für das Bundesprogramm Energieeffizienz zu stellen. Dies hilft, Investitionen in den Klimaschutz zu erleichtern und die Energieversorgung zu sichern.

Unterstützung für nachhaltige Energieversorgung

Angesichts steigender Energiepreise empfiehlt die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) Betrieben der Landwirtschaft und des Gartenbaus, vor Beginn der Heizperiode Förderanträge für das Bundesprogramm Energieeffizienz des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zu stellen.

Das BMEL stellt Fördermittel bereit, um kleinen und mittleren Betrieben in der Primärproduktion von Landwirtschaft und Gartenbau Investitionen in den Klimaschutz zu erleichtern. Das Bundesprogramm Energieeffizienz fördert sowohl Maßnahmen zur Energieeinsparung als auch Anlagen zur Erzeugung von Strom und Wärme aus regenerativen Energien für den Eigenverbrauch. Dazu zählen beispielsweise Photovoltaikanlagen oder Biomasseheizungen.

Diese Förderungen sollen Betrieben helfen, sich von der Energiepreisentwicklung unabhängiger zu machen und ihre eigene Versorgungssicherheit zu erhöhen.

Beschleunigter Maßnahmenbeginn möglich

Als Reaktion auf die durch den Krieg in der Ukraine stark gestiegenen Energiepreise hat die BLE eine Verfahrensänderung eingeführt. Diese ist zunächst bis zum 15. Januar 2023 befristet. Antragstellende Unternehmen können mit einer schriftlichen Erlaubnis zum förderunschädlichen Vorhabenbeginn zügig mit den geplanten Maßnahmen starten.

Informationen und Antragsunterlagen zum Förderprogramm „Bundesprogramm Energieeffizienz und CO2-Einsparung“ sind online verfügbar.

Hintergrund des Förderprogramms

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung setzt das Programm seit 2016 im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft um. Seit 2020 wurden durch geförderte Projekte des Bundesprogramms Energieeffizienz rund 1,2 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Dies entspricht den jährlichen CO2-Emissionen von etwa 110.000 Menschen in Deutschland.

10.09.2022

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