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STIHL erzielt Umsatzrekord und setzt auf doppelte Technologieführerschaft

Die STIHL Gruppe hat das herausfordernde Geschäftsjahr 2022 mit einem Rekordumsatz von 5,5 Milliarden Euro abgeschlossen und konnte damit ein Wachstum von 8,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielen. Als international aufgestelltes Unternehmen wurden 90 Prozent des Umsatzes außerhalb des Heimatmarktes Deutschland erzielt. Das Plus geht insbesondere auf Währungseffekte, inflationsbedingte Preisanpassungen und eine stärkere Nachfrage nach hochpreisigen Profi-Produkten zurück.

Hoher Absatz, Transformation Richtung Akku und Investitionen in Lieferfähigkeit

Die STIHL Gruppe hat 2022 ihren Umsatz gesteigert; ohne Wechselkurseffekte hätte der Zuwachs 3,1 Prozent betragen. Zum 31. Dezember 2022 beschäftigte das Unternehmen weltweit 20.552 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – ein Plus von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig blieb der Absatz auf hohem Niveau, auch wenn die Nachfrage gegenüber dem besonders starken Vorjahr leicht nachgab. Gründe waren konjunkturelle und geopolitische Belastungen, darunter gestörte Lieferketten, Materialknappheit, der Krieg in der Ukraine, Energiekrise und Inflation.

„Unser Absatz war im Geschäftsjahr 2022 nach wie vor auf hohem Niveau. Gegenüber dem wachstumsstarken Vorjahr verzeichneten wir jedoch einen leichten Rückgang in der Nachfrage. Denn 2022 war geprägt von konjunkturellen und geopolitischen Herausforderungen. Seien es gestörte Lieferketten, Materialknappheit, Krieg in der Ukraine, Energiekrise oder Inflation. Das haben wir auch in der Geschäftsentwicklung gespürt.“

Gebremst wurde die Entwicklung unter anderem durch eine schwache Konjunktur in den Kernmärkten USA und Westeuropa, abnehmende Kaufkraft und die Verlagerung von Konsumausgaben in Bereiche wie Gastronomie und Tourismus nach Lockerung der Corona-Maßnahmen. Während der Trend zu Akku-Produkten anhält, verzeichnete STIHL einen leichten Rückgang im Benzin-Segment.

„Der Wandel von Benzin hin zu Akku ist in vollem Gange. STIHL gestaltet diese Transformation aktiv, indem wir auf eine doppelte Technologieführerschaft setzen: Wir investieren konsequent auf hohem Niveau in die Akku-Technologie und arbeiten gleichzeitig weiterhin mit Hochdruck daran, unsere Benzin-Produkte nachhaltig und umweltfreundlich weiterzuentwickeln.“

Verändertes Konsumverhalten und schwierige Versorgungslage

Mit dem Wegfall vieler Corona-Maßnahmen ebbte der Cocooning-Effekt ab. Statt mehr Zeit und Budget für Haus, Garten und Heimwerken wurden Ausgaben stärker in Tourismus, Kulturangebote und Gastronomie verlagert. Zusätzlich wirkten Inflation, Energiekrise und schwache Konjunktur dämpfend. Gleichzeitig blieb die Marktversorgung aufgrund von Materialknappheit und Lieferengpässen herausfordernd. Um Lieferfähigkeit und Kapazitäten zu verbessern, investierte STIHL 404 Millionen Euro in Produktions-, Vertriebs- und Logistikstandorte weltweit.

Märkte im Überblick: Deutschland stark, Akku-Trend in Nordamerika

Im Heimatmarkt Deutschland erzielte STIHL ein Absatzwachstum und einen Umsatz von über 500 Millionen Euro. Die Nachfrage war hoch – sowohl bei Profis aus Forstwirtschaft, Baugewerbe und Garten- und Landschaftsbau als auch bei privaten Anwenderinnen und Anwendern. Westeuropa war von Trockenheit, Inflation und verändertem Konsumverhalten geprägt; der Absatz ging leicht zurück, die Nachfrage nach Akku-Geräten lag auf Vorjahresniveau.

Osteuropa ohne Russland entwickelte sich trotz schwieriger politischer Lage positiv, nahezu alle Märkte verzeichneten ein Absatzplus. Für Russland und Belarus verhängte STIHL unmittelbar nach Kriegsbeginn einen Lieferstopp für STIHL Motorgeräte. In Nordamerika stieg die Nachfrage nach Akku-Geräten, während der Absatz bei Benzin-Geräten leicht zurückging. Lateinamerika entwickelte sich positiv; Kolumbien, Mexiko und Argentinien wuchsen zweistellig.

Afrika gilt als Zukunftsmarkt, hatte jedoch mit großen Herausforderungen wie Trockenheit zu kämpfen; in Südafrika lag der Absatz auf Vorjahresniveau. Asien zeigte insgesamt eine positive Tendenz: In China wurden zweistellige Wachstumsraten erzielt, auch die zunehmende Mechanisierung in Indien wirkte sich positiv aus. In Ozeanien lag die Nachfrage unter Vorjahresniveau, unter anderem aufgrund ungünstiger Witterung, hoher Inflation und Konjunkturabschwächung.

Akku-Ziele bis 2035 und Ausbau der Fertigung

Akku ist für STIHL das am stärksten wachsende Marktsegment. Das Unternehmen führt mehr als 80 Akku-Geräte für Privat- und Profianwendungen. 20 Prozent der weltweit verkauften STIHL Geräte sind akkubetrieben. Bis 2027 soll der Anteil auf mindestens 35 Prozent steigen, für 2035 ist ein Akku-Anteil von 80 Prozent vorgesehen.

„STIHL soll eine führende Spitzenposition im Akku-Markt einnehmen. Dafür investieren wir mit höchster Priorität in die Entwicklung und Fertigung von innovativen und leistungsstarken Akku-Produkten.“

Als Bausteine der Weiterentwicklung nennt STIHL grünen Strom, performantere langlebige Akkus und Ladegeräte sowie E-Motoren mit hohen Wirkungsgraden. Akku-Produkte werden derzeit in Österreich und den USA gefertigt. Ab 2024 sollen zusätzlich in Waiblingen sowie am neuen Standort Oradea in Rumänien Akku-Produkte produziert werden.

Verbrenner weiterentwickeln: „E-Fuels ready“ und MotoMix Eco

Parallel zur Akku-Technologie investiert STIHL in die Weiterentwicklung von Verbrennungsmotoren mit Blick auf Nachhaltigkeit. Das Unternehmen setzt auf biogene Kraftstoffe und E-Fuels. Mit MotoMix Eco bietet STIHL einen Kraftstoff, der zu 10 Prozent aus Rohstoffen regenerativer Quellen besteht, etwa aus Holzresten aus der Forstwirtschaft und nicht essbaren Pflanzenteilen. Im Vergleich zu STIHL MotoMix soll damit ein um mindestens acht Prozent geringerer CO2-Ausstoß erzielt werden.

E-Fuels werden mit Windenergie aus grünem Wasserstoff und Kohlendioxid produziert und gelten als nahezu CO2-neutral. STIHL Verbrenner-Produkte sind bereits heute „E-Fuels ready“ und können ohne technische Veränderungen mit diesen Kraftstoffen betrieben werden. Eine umfangreiche Nutzung von E-Fuels in STIHL Geräten wird ab 2027 angestrebt.

Stammhaus Deutschland mit Rekordumsatz und Investitionen

Das deutsche Stammhaus, die ANDREAS STIHL AG & Co. KG, erzielte 2022 einen Rekordumsatz von 1,78 Milliarden Euro, ein Plus von 11,9 Prozent. Die Beschäftigtenzahl stieg um 3,8 Prozent auf 5.968 Mitarbeitende. Davon arbeiteten 4.210 in Waiblingen, 486 in Fellbach, 246 in Ludwigsburg, 940 in Weinsheim und 86 in Wiechs am Randen.

Geplant ist weiteres Beschäftigungswachstum: Rund 360 Stellen sind ausgeschrieben, insbesondere in Akku, Software, IT und Digitalisierung. Die Investitionen lagen mit 136,4 Millionen Euro deutlich über den Abschreibungen. Ein Leuchtturmprojekt ist die „STIHL Markenwelt“ am Stammsitz in Waiblingen, die im Juli 2023 offiziell eingeweiht werden soll.

„Die STIHL Markenwelt geht weit über ein Museum hinaus und macht die Marke STIHL erlebbar. Wir bieten eine umfassende Wissensplattform über Wald und Forst – ein Thema, das uns sehr am Herzen liegt. Nicht nur, weil die Wurzeln von STIHL in der Forstwirtschaft liegen, sondern auch, weil die Natur unsere Lebens- und Arbeitsgrundlage ist und somit in unserer Nachhaltigkeitsstrategie einen hohen Stellenwert einnimmt.“

Produktneuheiten: iMOW, Akku-Systeme und neue Benziner

STIHL stellt eine neue Generation der iMOW Mähroboter mit sechs Geräten vor, ausgelegt für Rasenflächen bis 5.000 Quadratmeter. Sie arbeiten mit Lithium-Ionen-Akkus und lassen sich über die „MY iMOW“-App steuern. Im AP-Akkusystem (36-Volt) umfasst das Portfolio nun rund 40 Geräte, konzipiert für professionelle Anwendungen.

  • STIHL BGA 300: Akku-Blasgerät für Profis im Garten- und Landschaftsbau und kommunale Reinigungsbetriebe mit bis zu 26 Newton Blaskraft; STIHL Noise Reduction System unter 94 Dezibel.
  • bott vario3 powered by STIHL: Einrichtungssystem für Kastenwagen, konfigurierbar für verschiedene Fahrzeugmodelle; je nach Variante bis zu 56 Akku-Steckplätze, ausgelegt für Transport und Laden am Einsatzort.

Auch das AK-Akkusystem für private Anwenderinnen und Anwender sowie etwa Hausmeisterdienste wird erweitert, unter anderem mit den Akku-Motorsägen STIHL MSA 60 C-B und MSA 70 C-B, den Akku-Heckenscheren STIHL HSA 50 und HSA 60 sowie dem Blasgerät STIHL BGA 60. Im Benzin-Bereich kommen drei neue Einstiegsmodelle: STIHL MS 172, MS 182 und MS 212 mit STIHL 2-MIX-Motor und je nach Modell bis zu 1,8 kW Leistung.

TIMBERSPORTS®: Weltmeisterschaft 2023 in Stuttgart

Die STIHL TIMBERSPORTS® Weltmeisterschaft kehrt 2023 nach Deutschland zurück und findet am 3. und 4. November in der Porsche-Arena in Stuttgart statt. Mehr als 120 Extremsportler aus über 20 Nationen kämpfen um Team- und Einzeltitel. Als Saisonauftakt ist die World Trophy am 10. Juni in Rotterdam mit 16 internationalen Athleten vorgesehen.

26.04.2023

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64807Dieburg
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