Allgemeines

STIHL Gruppe steigert Umsatz und investiert in Transformation

Die STIHL Gruppe verzeichnete im vergangenen Jahr einen Umsatzanstieg auf 5,33 Milliarden Euro. Trotz Kaufzurückhaltung und geopolitischer Unsicherheiten liegt der Umsatz über dem Niveau vor der Pandemie. Das Unternehmen investiert gezielt in Zukunftstechnologien und innovative Produkte.

Wirtschaftliche Stärke und strategische Investitionen

Die STIHL Gruppe verzeichnete im vergangenen Jahr einen Umsatzanstieg auf 5,33 Milliarden Euro, was einem Plus von 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Trotz anhaltender Kaufzurückhaltung, geopolitischer Unsicherheiten und regional unterschiedlicher Konjunkturentwicklungen liegt der Umsatz weiterhin über dem Niveau vor der Pandemie. Über 90 Prozent des Umsatzes wurden im Ausland erwirtschaftet.

„Wir treiben die Transformation unseres Unternehmens aus einer Position der Stärke voran. Trotz wirtschaftlichen Gegenwindes bleiben wir handlungsfähig und investieren gezielt in Zukunftstechnologien, innovative Produkte sowie die Weiterentwicklung unseres internationalen Vertriebs und unserer Standorte.“

Dies erklärte Michael Traub, Vorstandsvorsitzender der STIHL Gruppe, bei der Vorstellung der Jahreszahlen. Die Eigenkapitalquote der Gruppe stieg von 65,9 Prozent auf 69,0 Prozent, was die wirtschaftliche Solidität des Familienunternehmens unterstreicht. Die Liquidität der Gruppe entwickelte sich ebenfalls positiv, sodass alle Investitionen aus eigenen liquiden Mitteln finanziert werden. Zum 31. Dezember 2024 beschäftigte die STIHL Gruppe weltweit 19.732 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Regionale Marktentwicklung und strategische Ausrichtung

Nordamerika bleibt mit rund einem Drittel des Gesamtumsatzes die stärkste Region für STIHL. Das Unternehmen konnte dort trotz eines schwachen Konsumumfelds Marktanteile verteidigen, primär durch den Ausbau des Fachhandelsnetzes. In Lateinamerika hingegen wirkten sich politische Unsicherheiten, Wetterextreme und Konjunkturschwäche negativ auf die Geschäftsentwicklung aus, insbesondere in Argentinien mit einem zweistelligen Umsatzrückgang. Michael Traub erwartet dort jedoch erste Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung.

Westeuropa zeigte ein differenziertes Bild. Eine schwache Baukonjunktur und allgemeine Kaufzurückhaltung prägten die erste Jahreshälfte. Im zweiten Halbjahr führten verbesserte Wetterbedingungen und gezielte Vertriebsmaßnahmen zu einer deutlichen Nachfragesteigerung. Besonders in Großbritannien erzielte STIHL ein zweistelliges Umsatzwachstum, auch der deutsche Markt entwickelte sich überdurchschnittlich gut. Osteuropa zeigte leichte Erholungstendenzen, während Afrika durch gezielte Investitionen in Tochterfirmen ein zweistelliges Umsatzwachstum verzeichnete. In Asien, insbesondere in China und Indien, zieht die Nachfrage wieder an.

Akku-Transformation und Investitionen

Akku-Produkte machen 25 Prozent des Gesamtabsatzes aus (Vorjahr: 24 Prozent) und sind ein wachsender Bestandteil des STIHL Portfolios. In Westeuropa dominieren sie bereits den Absatz, wobei in Deutschland und der Schweiz der Akku-Anteil bei etwa 60 Prozent liegt. In Österreich, Skandinavien und den Benelux-Staaten ist rund jedes zweite verkaufte STIHL Produkt akkubetrieben.

„Die Transformation hin zu Akku-Produkten ist für uns ein entscheidender Schritt, um unsere Technologieführerschaft auch in Zukunft zu sichern. Wir investieren gezielt in die Entwicklung leistungsstarker Akku-Produkte und die dazugehörige Ladeinfrastruktur. Nur so können wir den hohen Ansprüchen unserer Kundinnen und Kunden weltweit gerecht werden."

STIHL verfolgt dabei einen flexiblen, marktnahen Ansatz und etabliert acht Vertriebsregionen mit regionaler Entscheidungskompetenz. Im Jahr 2024 investierte STIHL weltweit 349 Millionen Euro, davon 133 Millionen Euro am Stammhaus in Deutschland, unter anderem in die EC-Motorenfertigung und ein neues Servicegebäude. International lagen Schwerpunkte auf dem Ausbau der Akku-Fertigung in den USA (60 Millionen US-Dollar) und dem neuen Werk im rumänischen Oradea mit einem Investitionsvolumen von über 100 Millionen Euro, das im Oktober 2025 eingeweiht werden soll und ein wichtiger Produktionsstandort für Akku-Produkte und Batteriepacks wird.

Stammhaus Waiblingen und Produktneuheiten

Das Stammhaus in Waiblingen erwirtschaftete 2024 einen Umsatz von 1,63 Milliarden Euro und beschäftigte 6.064 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Umstellung von Benzin- auf Akkuprodukte erfordert eine Neuausrichtung in Produktion und Verwaltung. Durch den Kauf eines Werksgeländes in Waiblingen schafft STIHL Raum zur Konsolidierung von Büro- und Verwaltungsflächen. Um die Wettbewerbsfähigkeit am Standort Deutschland zu sichern, werden Kosten- und Personalstrukturen angepasst. Personelle Anpassungen erfolgen sozialverträglich durch Fluktuation, Altersteilzeitmodelle und freiwillige Vereinbarungen.

STIHL präsentierte neue Produkte für professionelle Anwender und ambitionierte Privatanwender:

Für Profis:

  • Der rückentragbare Akku-Laubbläser BRA 600 bietet eine Blaskraft von bis zu 35 Newton und ist für lärmsensible Einsätze im Garten- und Landschaftsbau geeignet.
  • Die Akku-Heckenschere HSA 140 gewährleistet eine konstante Hubzahl und ist vibrations- und geräuscharm.
  • Der handliche Akku-Gehölzschneider GTA 40 erfüllt Anforderungen in der professionellen Baumpflege.

Für ambitionierte Privatanwender:

  • Die Kettensäge MSA 80 aus dem AK-Akkusystem ist für den privaten Baumschnitt konzipiert.
  • Die Motorsense FSA 110 zeichnet sich durch hohe Leistung und ein Schnellwechselsystem aus.
  • Die neuen Akkus AP 20 und AP 30 ermöglichen den Zugang zum professionellen AP-System.

Für emissionsbewusste Nutzer von Benzingeräten wurde MotoMix ECO 20 eingeführt, ein vorgemischter Sonderkraftstoff mit 20 Prozent biogenen Rohstoffen, der den CO₂-Ausstoß um mindestens 25 Prozent reduziert.

Ausblick

Michael Traub erwartet für die kommenden Jahre ein moderates Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Bereich bei hohem Wettbewerbs- und Transformationsdruck. STIHL reagiert darauf mit strategischer Klarheit, Investitionsbereitschaft und Innovationskraft. Nähe zum Kunden, technologische Weiterentwicklung und der Ausbau der globalen Präsenz bleiben entscheidende Erfolgsfaktoren.

„Unsere Kundinnen und Kunden, unsere Fachhandelspartner und unsere Beschäftigten weltweit wissen: STIHL bleibt verlässlich, investiert zielgerichtet und gestaltet seinen Weg in die Zukunft entschlossen und mit Augenmaß. Wir sind ein Unternehmen im Wandel – und gleichzeitig ein Unternehmen mit festen Werten und einem klaren Anspruch: den Menschen die Arbeit mit und in der Natur zu erleichtern.“

29.04.2025

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

ANDREAS STIHL AG & Co. KG

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Deutschland

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