Innovationen und Herausforderungen bei Pilzsubstraten
Florian Fritsche von der Hilker GmbH & Co. KG stellte neue Absatzpotenziale für Champost vor. Er befasst sich mit der Nutzung des abgetragenen Pilzsubstrats als Dünger in der Landwirtschaft. Die Verwertung wird jedoch durch die Auflagen der Düngeverordnung erschwert. Aktuell wird in einem Pilotprojekt die Verwendung der Deckerde zur Herstellung von Blumenerde erprobt.
Praktiker wie Hans Deckers, Waldemar Schuller und Andreas Schmaus berichteten über ihre Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Landwirten und Behörden bezüglich Champost. Marc den Ouden vom Mushroom Office erläuterte die notwendige Behandlung von Stroh aus dem letzten Extrem-Sommer bei der Pilzsubstratbereitung. Die unterschiedlichen Strohqualitäten erfordern besondere Aufmerksamkeit, um eine gute Wasserführung zu gewährleisten, die für das Wachstum des Pilzmycels entscheidend ist.
Nachhaltige Verpackungslösungen für Pilze
Prof. Dr. Ingo Sabotka und Prof. Dr. Tassilo Seidler von der Beuth Hochschule Berlin referierten über neue und nachhaltige Verpackungslösungen für Pilze. Sie beleuchteten die Wechselwirkungen zwischen Verpackungen und der Haltbarkeit der Ware, insbesondere im Hinblick auf die hohen Hygienestandards der Produkte.
Wolfgang Müller vom finnischen Unternehmen Kotkamills präsentierte Kartonverpackungen, die durch biologische Beschichtungen auch für Pilze geeignet sind. Diese Verpackungen können zusammen mit Altpapier recycelt werden und finden bereits im Lebensmittelbereich Anwendung.
Die 72. Jahrestagung des BDC ist für den 1. und 2. Oktober 2020 in Berlin geplant.

