Sicherheitsmaßnahmen bei Pannen von Elektrofahrzeugen
Bleibt ein Elektrofahrzeug liegen, sollten Laien keinesfalls selbst im Motorraum tätig werden. Insbesondere orangefarbene Leitungen und Hochvoltkomponenten sind tabu. Hier sind Fachkräfte mit spezieller Ausbildung gefragt. Die Pannenhilfe oder der Mobilitätsdienst des Herstellers sind in solchen Fällen die richtigen Ansprechpartner.
Besonderheiten beim Abschleppen von E-Autos
Das Abschleppen eines E-Autos mit einem Seil ist in der Regel nicht zu empfehlen. Die genaue Vorgehensweise hängt vom jeweiligen Modell ab und ist in der Bedienungsanleitung beschrieben. Ein unsachgemäßes Abschleppen kann bei den meisten Modellen zu erheblichen Schäden führen, da das Fahrzeug beim Rollen auf eigener Achse Spannungen erzeugen kann, die das elektronische System beeinträchtigen.
Voraussetzung für das Abschleppen auf eigenen Rädern ist die Neutralstellung des Getriebe-Wahlhebels. Ist die Batterie entladen, kann ein Starthilfe-Paket den nötigen Strom für das Umschalten liefern. Bei einem Unfall schaltet sich die Batterie meist automatisch ab. In solchen Fällen ist der Abschleppdienst die sicherste Option. Das kurze Verschieben des Fahrzeugs aus einem Gefahrenbereich ist in den meisten Fällen unbedenklich.
Strategien bei leerer Batterie
E-Auto-Fahrer sollten die Reichweite und den Ladestand stets im Blick behalten, insbesondere vor längeren Fahrten oder bei Staugefahr. Wer auf der Autobahn mit leerer Batterie liegen bleibt, riskiert ein Bußgeld von 70 Euro und einen Punkt in Flensburg. Zudem können bei einem dadurch verursachten Unfall Haftungsansprüche entstehen. Die Kosten für das Abschleppen zur nächsten Ladestation kommen hinzu. Ein Autoschutzbrief kann bei einer Panne, einschließlich einer entladenen Batterie, Unterstützung bieten, sofern die Entladung nicht vorsätzlich herbeigeführt wurde.
Vorsicht bei Fahrten durch Wasser
Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Wasser auf der Fahrbahn steht, beispielsweise bei Starkregen oder Überschwemmungen. Ist die Wassertiefe nicht einschätzbar, sollte ein Umweg gewählt werden. Reicht das Wasser bis zur Karosserie, ist eine Überprüfung in der Werkstatt ratsam, um Schäden an der Elektronik auszuschließen. Dies gilt gleichermaßen für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.
Warum eine Motorwäsche bei Elektroautos tabu ist
Eine Motorwäsche ist bei Elektroautos tabu, da eindringendes Wasser die Elektronik beschädigen kann. Der Antrieb eines E-Autos ist in der Regel gut gegen Schmutz und Feuchtigkeit geschützt und wartungsarm. Das Waschen in einer Waschstraße ist unproblematisch, sofern die Abdichtung des Motorraums intakt ist. Auf den Einsatz eines Hochdruckreinigers sollte jedoch verzichtet werden.
Umfassender Versicherungsschutz für Elektrofahrzeuge
Elektro- und Hybridfahrzeuge sind beispielsweise bei der Debeka in der Kfz-Versicherung mit einem integrierten Elektropaket ohne Mehrbeitrag durch eine Allgefahrendeckung abgesichert. In den ersten 24 Monaten nach Neukauf ist sogar eine Neupreisentschädigung enthalten. Dies bedeutet, dass der Akku gegen nahezu jede Art von Beschädigung, Zerstörung oder Verlust versichert ist. Auch Schäden durch Kurzschluss an angeschlossenen Aggregaten und der Elektrik sind abgedeckt.
