Strukturelle Veränderungen und Mitarbeiterbeteiligung als Basis des Wandels
Christine Grotz beschreibt die Ausgangssituation bei ihrem Eintritt in die Geschäftsführung als extrem patriarchale Struktur. Diese war geprägt von strengen Hierarchien, Schattenorganisationen, intransparenten Prozessen und einer Top-Down-Kultur, die zu Verunsicherung führte. Die Sanierung des Unternehmens sollte daher untrennbar mit einer kulturellen Neuausrichtung verbunden sein. Ziel war eine Struktur, die auf selbststeuernden Teams und der Eigenverantwortung der Mitarbeiter basiert.
Gemeinsam mit dem externen Berater Rainer Windisch und einem standort- sowie abteilungsübergreifenden Change-Team wurde der kulturelle Wandel eingeleitet. Vier zentrale Elemente standen dabei im Fokus: die Menschen, die Abteilungen, die selbststeuernden Teams und das Unternehmen als Ganzes. Die Mitarbeiter und Führungskräfte bildeten das maßgebliche Element. In zahlreichen Workshops wurde deutlich, wie stark die bisherigen patriarchalen Strukturen die Selbstwahrnehmung und Eigenverantwortung beeinflusst hatten.
Der Transformationsprozess mündete in der Entwicklung eines adaptiven Leitbildes. Dieses wurde unter Beteiligung von über 200 Mitarbeitern erarbeitet und in Feedbackschleifen mit verschiedenen Stakeholdern abgestimmt. Seit der Umsetzung im Jahr 2023 bildet es den Rahmen für das tägliche Handeln bei WEBER-HYDRAULIK. Das Leitbild basiert auf den bestehenden Unternehmenswerten WIR, EIGENVERANTWORTUNG, BEREITSCHAFT, ETHIK und RESPEKT.
Wir arbeiten beständig daran, unser Leitbild mit Leben zu füllen und die einzelnen Handlungsfelder immer den neuen Gegebenheiten anzupassen. Ganz besonders stolz bin ich dabei auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den letzten Jahren deutlich gemacht haben, dass sie den Willen und die Fähigkeit zur Transformation haben um das Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen.
Für Christine Grotz ist der Wandel ein fortlaufender Prozess, der eine kontinuierliche Anpassung an neue Gegebenheiten erfordert.
