Kontinuierliche Erholung nach dem pandemiebedingten Tiefpunkt
Die gewerbliche Wirtschaft in Deutschland verzeichnete im Juli 2020 eine weitere Erholung. Der nominale, also nicht preisbereinigte, Umsatz stieg saison- und kalenderbereinigt um 1,9 Prozent gegenüber dem Vormonat. Dies geht aus Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervor.
Damit setzte sich der Aufwärtstrend seit dem Tiefpunkt im April 2020 fort, der Umsatz erhöhte sich bereits den dritten Monat in Folge. Trotz dieser positiven Entwicklung lag der Umsatz im Juli 2020 noch um 5,0 Prozent unter dem Niveau vom Februar 2020. Dieser Monat markierte den Zeitraum vor dem Beginn der pandemiebedingten Einschränkungen in Deutschland.
Die genannten Zahlen basieren auf einem Frühindikator für die Konjunkturentwicklung der gewerblichen Wirtschaft. Dieser Indikator wird aus den monatlichen Umsatzsteuervoranmeldungen abgeleitet und ermöglicht eine zeitnahe Einschätzung der Umsatzentwicklung. Er dient als vorläufige Angabe, bevor die amtlichen Ergebnisse aus den detaillierten Erhebungen nach einzelnen Wirtschaftsbereichen verfügbar sind, und wird daher als experimentelles Datum eingestuft.
Die gewerbliche Wirtschaft, auf die sich diese Daten beziehen, umfasst die Sektoren Industrie, Bauwirtschaft sowie den Handel und die Dienstleistungen.
