Allgemeines, Aus- und Weiterbildung

Umweltbildung und Jugendsozialarbeit in Bayern

Bayern setzt die Zusammenarbeit mit benachteiligten jungen Menschen im Bereich der Umweltbildung fort. Das Umweltministerium fördert die Landesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit Bayern mit 358.000 Euro, um Naturerfahrungen zu ermöglichen und den Umweltschutz zu stärken.

Kooperation zur Naturerfahrung für Jugendliche

Die Kooperation zwischen dem Bayerischen Umweltministerium und der LAG JSA wurde 2010 initiiert. Ziel ist es, sozial benachteiligten und individuell beeinträchtigten jungen Menschen Naturerfahrungen zu ermöglichen. Das gemeinsame Projekt „Umweltbildung und Bildung zur Nachhaltigkeit in der Jugendsozialarbeit“ wurde bereits von 2011 bis 2013 mit 260.000 Euro gefördert.

Umweltbildungsprojekte zeigen anschaulich, was jeder Einzelne als Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten kann. Wir wollen gezielt auch benachteiligte junge Menschen für die Natur begeistern. Bayern ist damit bundesweit Vorreiter bei der Kooperation zwischen Umweltbildung und Jugendsozialarbeit.

Im Rahmen der bisherigen Förderung wurden bayernweit 23 Einzelprojekte realisiert. Dabei leisteten rund 400 benachteiligte junge Menschen in etwa 12.000 Projektstunden Beiträge wie das Anlegen von Gärten, die Errichtung von Biberbeobachtungsstellen oder die Pflege von Streuobstwiesen.

Das enge Zusammenspiel von Umweltbildung und Jugendsozialarbeit in Bayern ist ein Erfolgsmodell. Wer die Natur und die Zusammenhänge intensiv erlebt, geht auch umsichtiger mit ihr um.

Fortführung der Projekte und zukünftige Ziele

Mit den nun bewilligten rund 360.000 Euro werden die Umweltbildungsprojekte in der Jugendsozialarbeit in den kommenden drei Jahren bayernweit fortgesetzt. Geplant sind etwa 40 Projekte, darunter das „Bunt-Projekt – gestaltend Zukunft lernen“ in München und „Wachsen im Umgang mit den Elementen der Natur“ in Marktoberdorf.

Diese Projekte sollen rund 700 Jugendliche erreichen, die insgesamt etwa 27.000 Stunden an Umweltprojekten teilnehmen werden. Ein Beispiel ist das gemeinschaftliche Gärtnern, bei dem Jugendliche die kulturelle Vielfalt vor Ort erleben und die Natur als heimischen Lebensraum erfahren. Ziel ist es, dass die Jugendlichen die erlernten Inhalte in ihr soziales Umfeld weitertragen.

Der Freistaat Bayern investiert jährlich 3,2 Millionen Euro in die Umweltbildung und erreicht damit pro Jahr rund 600.000 Menschen aller Altersstufen.

20.03.2014

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