Neue Datenbank für effizientes Flächenmanagement
Die bayerischen Kommunen erhalten Unterstützung beim Flächenmanagement und -recycling durch eine neue Datenbank. Diese wurde von Umweltstaatssekretärin Melanie Huml in Euerbach, Landkreis Schweinfurt, vorgestellt. Ziel ist es, den Flächenverbrauch zu senken und die Innenentwicklung zu fördern.
Innerörtliche Bereiche weisen oft Brachflächen, Baulücken oder Leerstände auf, die sich für eine neue Bebauung oder Umnutzung eignen. Deren Aktivierung ist nach Aussage von Huml entscheidend, um den Flächenverbrauch zu reduzieren und die Ortskerne zu beleben. Die vom Bayerischen Landesamt für Umwelt entwickelte Datenbank ermöglicht es auch kleineren Kommunen, ohne großen technischen Aufwand ein Baulücken- und Brachflächenkataster zu erstellen. Dies vereinfacht die Ermittlung, Auswertung und Aktivierung innerörtlicher Entwicklungspotenziale.
Kostenlose Bereitstellung und Ziele der Initiative
Die Datenbank steht ab sofort allen bayerischen Kommunen kostenfrei zur Verfügung. Bislang führen laut Huml nur etwa 21 Prozent der bayerischen Gemeinden mit 2.000 bis 50.000 Einwohnern ein Kataster über ihre Innenentwicklungspotenziale.
Wir wollen alle bayerischen Kommunen dafür gewinnen, ihre Ortschaften gezielt und attraktiv weiterzuentwickeln - die Datenbank ist ein großer Schritt dorthin.
Durch ein gezieltes Flächenmanagement können Neubauten auf der „grünen Wiese“ reduziert werden, während Innenstädte ihre Attraktivität und Lebensqualität bewahren.
Die Integration neuer Bauten in bestehende, bereits erschlossene Wohn- oder Gewerbegebiete entlastet die Kommunen zudem von den Unterhaltskosten für neue Infrastruktur. Gleichzeitig bleiben Erholungsflächen am Siedlungsrand erhalten.
Flächensparen ist eine kommunale Zukunftsaufgabe. Auch nachfolgende Generationen brauchen noch ausreichend Entwicklungsmöglichkeiten.
Die Datenbank ist Teil der Offensive „Bündnis zum Flächensparen“, an der die Bayerische Staatsregierung, die kommunalen Spitzenverbände und 37 weitere Partner beteiligt sind.