Naturerfahrung und nachhaltiger Konsum für Kinder in Köln
Der Verein Querwaldein betreibt mit den Kölner GartenClubs Gemeinschaftsbeete für Kinder und Jugendliche. Dort werden seltene einheimische Gemüsesorten kultiviert. Die Kinder pflanzen, säen und jäten je nach Jahreszeit und verzehren die Ernte gemeinsam. Ziel ist es, Kindern aus urbanen Gebieten ein positives Verhältnis zu selbst angebautem Obst und Gemüse sowie zu nachhaltigem Konsum zu vermitteln.
Die Kölner GartenClubs bringen die Natur in die Stadt. Die Kinder haben Spaß und Bewegung an der frischer Luft und lernen, dass sie selbst aktiv etwas zum Naturschutz beitragen können. Ganz nebenbei werden sie auch noch für die Notwendigkeit der biologischen Vielfalt sensibilisiert und lernen vieles über die ökologischen Zusammenhänge in der Tier- und Pflanzenwelt. Das Projekt verbindet Bildung mit Naturschutz und Gruppensinn und hat sich seine Auszeichnung mehr als verdient!
Hagener Kirschsortenvielfalt: Bewahrung eines Kulturguts
In Hagen am Teutoburger Wald, einer Region mit langer Tradition im Süßkirschenanbau seit dem 16. Jahrhundert, erlebt die Kirschsortenvielfalt eine Renaissance. Über 300 Kirschsorten, von denen einige als verschollen galten, kehren in die Region zurück. Das Projekt wird durch Lehrpfade, Veranstaltungen und die regionale Vermarktung der Früchte begleitet.
Kirschbäume verzaubern mit ihrer Blütenpracht jedes Frühjahr unsere Landschaft. Die Früchte schmecken toll in Chutneys, als Marmelade, in Form von Kirschwein oder ganz einfach pur. Die Gemeinde Hagen a. T. W. setzt sich dafür ein, dass dieses Kulturgut mit seiner Vielfältigkeit an alten Sorten auch für die Zukunft bewahrt wird. Damit leisten sie einen großartigen Beitrag zur Erhaltung fast vergessener Süßkirschenarten! Ich freue mich, dass dieser Verdienst mit der Auszeichnung zum Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt belohnt wird und gratuliere der Gemeinde Hagen ganz herzlich!
Hintergrund der Auszeichnungen und zukünftige Veranstaltungen
Die Auszeichnungen erfolgten im Rahmen der ersten UN-Dekade-Veranstaltung 2014 im DBU Zentrum für Umweltkommunikation in Osnabrück. Weitere Konferenzen sind in Leipzig und Stuttgart geplant. Diese Veranstaltungen bieten Interessierten die Möglichkeit, sich über nachhaltigen Konsum, Sponsoring-Partnerschaften, Umweltethik und Kampagnenarbeit zu informieren und sich mit Fachleuten zu vernetzen. Auch auf den folgenden Konferenzen werden Projekte für ihr Engagement für die Biologische Vielfalt ausgezeichnet.
Das Schwerpunktthema der deutschen UN-Dekade für die Jahre 2013 und 2014 lautet „Vielfalt nutzen – die Angebote der Natur“ und konzentriert sich auf die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen. Beide ausgezeichneten Projekte demonstrieren, wie nachhaltiger Konsum sowohl in urbanen als auch in ländlichen Gebieten umgesetzt werden kann.
Eine Bewerbung als UN-Dekade-Projekt ist fortlaufend online über die UN-Dekade-Webseite möglich.