Masterplan für Artenvielfalt an der Donau

Naturschutz

Bayern erarbeitet einen Masterplan zum Erhalt der Artenvielfalt an der Donau. Dieser Plan umfasst konkrete Maßnahmen und Projekte zur Vernetzung von Lebensräumen und Verbesserung der Fischdurchgängigkeit. Eine neue App ermöglicht zudem die Erkundung des Flussgebiets.

Bedeutung der Donau als Lebensraum für Tiere und Pflanzen

Der Donauraum ist ein Hotspot der europäischen Artenvielfalt. Entlang der rund 380 Kilometer langen bayerischen Donau liegen fast 130 Schutzgebiete für Tiere und Pflanzen. Im Herzen Europas nimmt Bayern seine Verantwortung für diesen einmaligen Naturschatz sehr ernst.

Die bayerische Staatsregierung erarbeitet im Rahmen der Donauraumstrategie einen Masterplan zum Erhalt der Artenvielfalt an und in der bayerischen Donau. Dieser Plan entsteht in Zusammenarbeit mit Verbänden und Interessengruppen.

Der Masterplan umfasst konkrete Maßnahmen und Projekte an der Donau und in ihren Auen. Dazu gehören die Vernetzung von Lebensräumen durch Renaturierungen sowie die Verbesserung der Durchgängigkeit für Fische. Der Plan ist Teil des Biodiversitätsprogramms Bayern 2030, dessen Verabschiedung durch den Ministerrat für Sommer 2014 vorgesehen ist.

In der bayerischen Donau sind rund 60 Fischarten, über 400 wirbellose Kleintierarten, etwa 30 höhere Wasserpflanzen und rund 500 Algenarten beheimatet. Elf Fischarten, darunter der Huchen und der Donau-Kaulbarsch, kommen weltweit ausschließlich im Donaugebiet vor.

Donau-App zur Erkundung des Flussgebiets

Eine neue Smartphone-App ermöglicht es, die Donau auch unterwegs zu erleben.

Das virtuelle Eintauchen in die Donau ermöglicht eine Unterwasserreise durch die Lebensader Europas. Verschiedene Themenwege führen daneben zu Sehenswürdigkeiten und ökologischen Höhepunkten an Land.

Als Beispiele werden das Jagdschloss Grünau und der Auwald zwischen Neuburg und Ingolstadt genannt, der europaweit von Bedeutung ist. Die Entwicklung der kostenlosen Donau-App wurde vom Bayerischen Naturschutzfonds mit rund 24.000 Euro gefördert.

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