Die unique youngstars 2014: Innovative Konzepte für den Außenbereich
Die internationale Gartenmesse spoga+gafa hat die Gewinner des diesjährigen Jungdesigner-Wettbewerbs unique youngstars bekannt gegeben. Im Rahmen der unique hour wurden drei Jurypreise und ein Publikumspreis vergeben. Insgesamt gingen 51 Einreichungen aus 18 Ländern zum Wettbewerbsthema „Outdoor Living“ ein.
16 Projekte schafften es in die Nominierung und wurden auf der spoga+gafa im Hochwertsegment für Gartenmöbel, garden unique, ausgestellt. Neben der Präsentation der Prototypen erhielten die Gewinner ein Preisgeld von insgesamt 6.000 Euro.
Jurypreise: Innovative Konzepte für den Außenbereich
Den ersten Platz der Jury belegte Dustin Jessen (Großbritannien) mit dem „Beta Chair“. Dieser leichte, stapelbare Stuhl für den Außenbereich überzeugte die Fachjury durch seine Konstruktion, die auf der Übertragung von Papierfaltungen auf Blech basiert. Die Entwicklung erfolgte in Zusammenarbeit mit Robofold Ltd. aus London, einem Unternehmen, das ein Verfahren zum dreidimensionalen Falten von Blech mittels Industrierobotern entwickelt hat. Die organischen Faltungen verleihen der Sitzschale Komfort, Stabilität und ein eigenständiges Erscheinungsbild. Die Beine sind an die Sitzschale genietet, wodurch eine schweißnahtfreie, konstruktive und formale Einheit entsteht. Dustin Jessen erhielt für diese Leistung ein Preisgeld von 3.000 Euro.
Der zweite Platz, dotiert mit 2.000 Euro, ging an Valeria Santagati-Juraschek, Sarah Voigt und Niclas-mael Garotti (Deutschland) für ihren „Giessbert“. Dieses Produkt kombiniert die Vorteile eines Gartenschlauchs und einer Gießkanne zu einem vielseitig einsetzbaren Gießrucksack. Eine große Öffnung erleichtert das Befüllen, das auch über einen Schlauchaufsatz am Wasserhahn möglich ist. Mit einem Fassungsvermögen von 15 bis 20 Litern erspart der „Giessbert“ häufige Wege zum Wasserhahn. Der Rucksack wird auf beiden Schultern getragen, was eine ergonomische Handhabung ermöglicht und den Rücken entlastet.
Den dritten Platz vergab die Jury an Tsuyoshi Hayashi (Japan) für die „Kawara Bench“. Dieses Konzept für „Outdoor Living“ zeichnet sich durch Design, Funktionalität und einen nachhaltigen Ansatz aus. Die Bank nutzt Kawara, japanische Dachziegel, die aufgrund von Produktionsfehlern normalerweise auf Mülldeponien entsorgt werden. Diese Ziegel, die Farben, Strukturen und Haltbarkeit aufweisen, werden in ein Holzgestell eingepasst, wodurch aus Abfall ein nutzbares Material wird.
Publikumspreis: „Beta Chair“ überzeugt auch die Besucher
Der „Beta Chair“ von Dustin Jessen (Großbritannien) sicherte sich mit 106 Stimmen auch den ersten Platz beim Publikumspreis. Damit war Jessen der Gewinner des Abends mit zwei ersten Plätzen.
Den zweiten Platz belegte „Slucerna“ von Sebastian Strauch (Deutschland) mit 91 Stimmen. Der dritte Platz ging an „BEATSPOT“ von Claudia Dolbniak und Silvia Saure (Deutschland) mit 67 Stimmen. Die Abstimmung erfolgte vom 16. Mai bis 8. August 2014 über eine Online-Plattform, an der sich 425 Personen beteiligten.
Die spoga+gafa 2014 war für Fachbesucher am 31. August und 1. September von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr sowie am 2. September von 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet.
