Die Grüne Stadt

Urbane Landwirtschaft: Beitrag zur zukunftsfähigen Stadtentwicklung

Urbane Landwirtschaft gewinnt als Konzept für nachhaltige Stadtentwicklung an Bedeutung. Sie fördert Klimaschutz, gesunde Ernährung und die Nutzung städtischer Freiflächen. Zudem bietet sie Raum für zivilgesellschaftliches Engagement und steigert die Lebensqualität in Stadtteilen.

Potenziale und Herausforderungen der Urbanen Landwirtschaft

Das Konzept der Urbanen Landwirtschaft findet zunehmend Beachtung im Kontext nachhaltiger Stadtentwicklung, des Stadtumbaus, innovativer Landnutzung und des Umgangs mit dem Klimawandel. Urbane Agrarflächen sollen zur Stärkung der ökonomischen und ökologischen Nachhaltigkeit sowie zur dezentralen Energieversorgung beitragen. Sie fördern den Klimaschutz, eine gesunde Ernährung und die kostengünstige Bewirtschaftung städtischer Freiflächen und Brachen.

Gleichzeitig bietet die Urbane Landwirtschaft Raum für zivilgesellschaftliches Engagement, auch für sozial benachteiligte Menschen. Brachflächen werden rekultiviert und bepflanzt, was praktische Lernorte für Kinder schafft und neue Impulse für gemeinschaftliche Kulturen setzt. Dies trägt zur Steigerung der Lebensqualität in Stadtteilen bei. Beispiele wie Interkulturelle Gärten, Nachbarschaftsgärten, Selbstversorgerprojekte und Kinderbauernhöfe etablieren grüne Oasen und neue Perspektiven auf Urbanität.

Die unterschiedlichen Modelle eint die Nutzung städtischer Frei- und Brachflächen für landwirtschaftliche Produktion. Urbane Landwirtschaft kann somit wesentliche Impulse für die Stadtentwicklung geben. Dieses Konzept dringt erst allmählich in das Bewusstsein von Planung, Wissenschaft, Bevölkerung und der Landwirtschaft vor.

Diskussionsschwerpunkte und Zielgruppen

Ein Seminar des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) in Kooperation mit der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis widmet sich am 26. und 27. Mai 2011 in Berlin diesen Themen. Im Rahmen der Veranstaltung werden folgende Fragen diskutiert:

  • Ist Urbane Landwirtschaft ein neuer Trend, eine Nische oder eine Lösung für bestehende Probleme?
  • Welche Bedeutung und Potenziale hat Urbane Landwirtschaft als innovatives Instrument für eine nachhaltige Stadtentwicklung?
  • Welche Akteure sind an Urbaner Landwirtschaft beteiligt?
  • Welche Hindernisse erschweren die Umsetzung entsprechender Projekte?

Die Leitung des Seminars übernehmen Dr. rer. pol. Stephanie Bock, Dipl.-Ing. Christa Böhme und Dr. Christa Müller von anstiftung & ertomis. Der Teilnehmerkreis umfasst Dezernentinnen und Dezernenten, Führungs- und Fachpersonal aus den Bereichen Stadtentwicklung, Stadtplanung, Grün- und Freiraumplanung sowie Umwelt. Ebenso angesprochen sind Ratsmitglieder und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Planungsbüros.

Veranstaltungsort ist das Deutsche Institut für Urbanistik in der Zimmerstraße 13-15, 10969 Berlin. Für Rückfragen steht Sylvia Bertz unter der Telefonnummer 030/39001-258 oder per E-Mail unter bertz@difu.de zur Verfügung.

11.02.2011

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