Regionale Entwicklungen und Preisgestaltung im Blumengroßhandel
Wie in den Vorjahren zeigten sich auch 2016 deutliche regionale Unterschiede. In den neuen Bundesländern ist der Valentinstag traditionell weniger populär als der Frauentag am 8. März. Dennoch verzeichneten einige ostdeutsche Blumengroßhändler mengenmäßig gesteigerte Umsätze bei weitgehend stabilen Preisen. Dies wurde teilweise auf das gute Wetter am Hauptverkaufstag, einem Samstag, zurückgeführt, das die Menschen in die Städte und Blumenläden lockte.
Im Norden Deutschlands erfüllten sich die gedämpften Erwartungen der Großhändler ebenfalls nicht. Eine positive Mengenentwicklung von bis zu 15 % bei überwiegend unveränderten Einkaufspreisen führte hier zu Zufriedenheit. Die ersten Ergebnisse des Nachverkaufs am Montag waren auch in dieser Region erfreulich.
Im Westen und in der Mitte Deutschlands, zwischen Rheinland, Westfalen und Hessen, zeigten sich hingegen eher unveränderte Verkaufsmengen im Vergleich zum Vorjahr, bei weitgehend gleichbleibenden Preisen. Bei Rosen waren vereinzelt höhere oder niedrigere Einkaufspreise von bis zu 10 % zu verzeichnen, was oft von der Geschäftspolitik des einzelnen Großhändlers abhing. Der Nachverkauf in dieser Region verlief schleppend.
Im Süden des Landes führte gutes Winterwetter dazu, dass die Innenstädte am Samstag leer blieben und die Skipisten frequentiert wurden. Dies wirkte sich negativ auf den Blumenverkauf aus, wobei Umsatzrückgänge zwischen 10 und 20 % im erwarteten Rahmen lagen.
Produkttrends am Valentinstag
Neue Trends konnten die Großhändler in diesem Jahr nicht feststellen. Die einzelne rote Rose oder ein Rosenstrauß blieben der beliebteste blumige Liebesbeweis. Daneben wurden vermehrt farbenfrohe Frühlingsblumen nachgefragt, insbesondere Tulpen im Norden und Westen.
