Allgemeines

Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe erreicht Höchststand

Der reale Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland verzeichnete im Juni 2021 einen deutlichen Zuwachs und erreichte den höchsten Stand seit Januar 2015. Dieser Anstieg wurde sowohl von inländischen als auch von ausländischen Bestellungen getragen und übertraf das Niveau vor der Pandemie erheblich.

Detaillierte Analyse der Entwicklung in den Wirtschaftszweigen

Die positive Entwicklung zeigte sich in allen wesentlichen Bereichen des Verarbeitenden Gewerbes. Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern stieg der Auftragsbestand im Juni 2021 um 0,9 Prozent gegenüber dem Vormonat. Die Hersteller von Investitionsgütern verzeichneten einen Anstieg von 3,2 Prozent. Im Bereich der Konsumgüter lag der Auftragsbestand 4,2 Prozent höher als im Mai.

Reichweite des Auftragsbestands als Indikator

Die Reichweite des Auftragsbestands im Verarbeitenden Gewerbe verharrte im Juni 2021 bei 7,0 Monaten, was dem Wert des Vormonats entspricht. Diese Kennzahl gibt an, wie lange Betriebe theoretisch produzieren könnten, um ihre bestehenden Aufträge abzuarbeiten, ohne neue Bestellungen zu erhalten, vorausgesetzt der Umsatz bleibt konstant.

Im Detail zeigte sich bei den Herstellern von Investitionsgütern eine Reichweite von 9,7 Monaten, ein leichter Anstieg gegenüber 9,5 Monaten im Mai. Bei Vorleistungsgütern sank die Reichweite leicht von 3,9 auf 3,8 Monate. Im Konsumgüterbereich erhöhte sich die Reichweite von 3,2 auf 3,3 Monate.

Die Berechnung der Reichweite erfolgt als Quotient aus dem aktuellen Auftragsbestand und dem mittleren Umsatz der vergangenen zwölf Monate im jeweiligen Wirtschaftszweig.

18.08.2021

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