Innovative Sieblöffel-Entwicklung für kleine Mobilbagger
Bislang erfordert das Sieben von Erdreich im Garten- und Landschaftsbau den Einsatz eines Baggers, eines Laders und einer separaten Siebanlage, was zeit- und kostenintensiv ist. Im Forschungsprojekt „LaderMobile Siebeinrichtung“ (LaMoSieb) wird ein Sieblöffel für kleine Mobilbagger entwickelt, der viele Arbeitsvorgänge optimieren soll.
Die neue Siebeinrichtung ist so konzipiert, dass sie sich unkompliziert an marktübliche Baggerlöffel montieren lässt. Nach dem Aufnehmen des Erdreiches wird der Löffel mit der Siebeinrichtung verschlossen und auf den Kopf gestellt. Das Siebgut gelangt dann auf ein umlaufendes Förderband innerhalb der Siebeinrichtung.
Dieses Förderband transportiert das Material zu einer Reihe von Abnehmern. Feines Material wird dabei durchgelassen und fällt aus der Schaufel, während grobes Material im Löffel verbleibt. Eine Änderung der Laufrichtung des Förderbandes ermöglicht die Produktion von Siebgut in zwei verschiedenen Körnungen ohne Umbau.
Die angestrebte Menge des pro Stunde bearbeiteten Siebguts soll der Leistung herkömmlicher Siebanlagen entsprechen. Der Arbeitsprozess ist darauf ausgelegt, bei allen Bodenarten, Partikelgrößen und Witterungsbedingungen zu funktionieren. Hierfür werden Sensoren zur Erfassung von Drehzahl, Drehmoment und Feuchtigkeit verbaut.
Automatisierung des Siebvorgangs durch Sensorik
Unser Ziel ist ein (teil)autonomer Betrieb des Sieblöffels. Die Sensorik erkennt die relevanten Parameter selbstständig und liefert entweder dem Baumaschinenführer die nötigen Informationen oder führt bestimmte definierte Prozessschritte selbsttätig aus, indem sie etwa die optimale Drehzahl und Drehrichtung des Förderbandes einstellt.
Das Forschungsprojekt LaMoSieb ist im Kölner Labor für Baumaschinen von Prof. Dr. Alfred Ulrich angesiedelt, welches Teil des Instituts für Bau- und Landmaschinentechnik der TH Köln ist. Das Projekt wird im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie über drei Jahre gefördert.
