Naturschutz

Vereinte Nationen verabschieden globale Waldstrategie

Die UN-Generalversammlung hat einen strategischen Plan für die Wälder der Erde angenommen. Deutschland begrüßt den Beschluss und setzt sich aktiv für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung ein, um die Ökosystemleistungen der Wälder zu fördern.

Deutschland begrüßt den Beschluss zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat in New York einen strategischen Plan für die Wälder der Erde angenommen. Die Bundesregierung begrüßt diesen Beschluss, da Deutschland sich aktiv für eine globale Waldstrategie eingesetzt hat.

Wenn wir als Staatengemeinschaft über den Wald sprechen, stehen meistens Waldzerstörungen oder illegaler Holzeinschlag im Mittelpunkt. Ich freue mich, dass die Vereinten Nationen nun auch die nachhaltige Waldbewirtschaftung in den Fokus rücken. Sie fördert die herausragenden Ökosystemleistungen der Wälder, diese Chance darf nicht übersehen werden.

Mit dem Strategischen Plan soll eine engere Verknüpfung internationaler Waldaktivitäten erreicht werden. Ziel ist die nachhaltige Bewirtschaftung und langfristige Erhaltung der Wälder weltweit. Der Plan soll zudem zu bestehenden internationalen Zielen in den Bereichen Nachhaltigkeit, Biodiversität und Klimaschutz beitragen.

Aus deutscher Sicht stellt dieser Beschluss eine wichtige Richtungsentscheidung dar.

Wälder bieten ein enormes Potenzial für die Menschheit, das noch viel zu selten genutzt wird. Wenn es uns gelingt, Erhaltung und nachhaltige Bewirtschaftung von Wäldern zusammenzudenken, werden wir einen großen Schritt weiterkommen.

Das Waldforum der Vereinten Nationen wird in Kürze in New York zusammentreten, um die Umsetzung des Plans zu starten.

Ohne Pflanzen kein Leben, ohne Wald keine Luft zum Atmen. Der Schutz – insbesondere der tropischen Regenwälder – ist eine internationale Entwicklungsaufgabe. Deutschland stellt sich seiner Verantwortung und lässt die Menschen in den Entwicklungsländern beim Schutz der Wälder nicht allein.

Der Startschuss für den Strategischen Plan der Vereinten Nationen für Wälder erfolgte bereits 2015. Die Bundesregierung setzte sich damals für internationale Standards zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung sowie für eine stärkere Kohärenz und gegenseitige Verstärkung internationaler Initiativen ein. Deutschland unterstützt aktiv waldrelevante Prozesse und strebt eine Vorbildfunktion an.

Die Aktivitäten des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), die Initiativen des Bundesumweltministeriums (BMUB) und die deutsche Entwicklungszusammenarbeit des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) greifen hier ineinander. Dies umfasst beispielsweise Prozesse zur Erhaltung von Wäldern im Rahmen der Klimaverhandlungen, zum Wiederaufbau von Wäldern, zur Bekämpfung illegalen Holzeinschlags und zur Förderung entwaldungsfreier Lieferketten bei Agrarprodukten.

Wälder bedecken mit knapp vier Milliarden Hektar rund 30 Prozent der Erdoberfläche. Als Ökosysteme spielen sie eine wichtige Rolle für die Lebensgrundlagen von Mensch und Natur und sind zugleich Rohstofflieferanten. Ihre Leistungen für Boden, Wasser, Ernährung, Wirtschaft, Biodiversität, Schutz und Erholung sind essenziell für eine nachhaltige Entwicklung.

28.04.2017

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