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Verlockende Blumensamen - Anfang des Jahres liegen wieder die neuen Samenkataloge auf dem Tisch

Eine gute Zeit, den Garten für die nächste Saison zu planen und den Samen zu bestellen. Die Mitarbeiter der Bayerischen Gartenakademie haben die Angebote nach besonderen Arten und Sorten durchkämmt und wieder einige Trends gesichtet.

Blumen im Retro-Stil: Bewährte Sommerklassiker neu entdeckt

Ob Studentenblumen, Nelken oder Wucherblumen – traditionelle Sommerblumen erleben eine Renaissance. Für Betriebe im Garten- und Landschaftsbau bieten sie robuste, pflegeleichte und zugleich aufmerksamkeitsstarke Lösungen für Beete, Wechselpflanzungen und Schnittblumenflächen. Viele Sorten überzeugen mit besonderen Farbspielen und Wuchsformen.

Tagetes mit besonderem Farbspiel

Studentenblumen, auch Tagetes oder „Stinkerle“ genannt, gelten als verlässliche Dauerblüher im Garten. Eine auffällige Sorte ist Tagetes ‚Burning Embers‘ (Thy). Sie wächst locker aufrecht, erreicht 60 bis 70 cm Höhe und trägt besonders dunkelrote, einfache Blüten. Aufgrund ihrer Stiellänge eignet sie sich sogar als Schnittblume.

Für abwechslungsreiche Pflanzbilder sorgt ‚Chamaeleon‘ (Thy; Poe). Eine einzelne Pflanze kann einfache, halbgefüllte und gefüllte Blüten zugleich hervorbringen. Zarter präsentiert sich die Sorte ‚Alumia Vanilla Cream‘ mit sanftgelben Blüten – eine Option für zurückhaltende Farbkonzepte.

Nelken und Wucherblumen als Schnittstars

Auch Nelken zeigen sich vielseitig. Die Landnelke (Dianthus caryophyllus) ‚Ikat‘ (Ki) ist robust, duftet angenehm und trägt gefüllte Blüten mit feinen, geflammten Zeichnungen. Mit gefransten Blüten überzeugt die ‚Supra F1 Mischung‘ (Dianthus interspecific) (Ki) und bringt Struktur ins Beet.

Die Wucherblume (Ismelia carniata) (Bi), geschätzt von Emil Nolde, entwickelt 4 bis 10 cm große Blütenkörbchen in Weiß, Rot oder Gelb mit variierenden Farbkringeln. Mit einer Wuchshöhe von rund 50 cm eignet sie sich ebenfalls als Schnittblume. Die Pflanzen wachsen kräftig und setzen farbintensive Akzente.

Alle genannten Arten gedeihen in normalem Gartenboden und benötigen einen vollsonnigen Standort. Die Direktsaat ins Freiland ist ab Ende April möglich.

Einjährige Kletterpflanzen für schnelle Effekte

Für temporären Sichtschutz oder vertikale Blütenwände bieten einjährige Kletterpflanzen interessante Optionen. Die Trichterwindenmischung ‚Best of Best Mix‘ (Thy) deckt ein breites Farbspektrum ab und eignet sich für sonnige bis halbschattige Standorte.

Die Schnecken- oder Schnörkelbohne (Phaseolus angularis) ‚GoldenTwist‘ (Thy) entwickelt ihre markanten Blüten ab Juli. Rasch wachsend zeigt sich die Juckbohne (Mucuna pruriensis) ‚Saphir Vine‘ (Thy), die bis zu drei Meter hoch rankt. Ab Juli erscheinen dunkellila Blütenranken, die optisch an Blauregen erinnern.

Ebenfalls starkwüchsig ist die kletternde Hyazinthenbohne (Dolichos lablab) (Thy). Sie kann ab Mai direkt ins Freiland gesät werden. Für gemischte Pflanzkonzepte enthält das Saatgut ‚Blühender Sichtschutz‘ (Ki) eine Kombination aus hohen einjährigen Blumen und Kletterpflanzen.

  • Aussaat in Horsten mit 3–5 Samen oder in Reihen
  • Zu dicht stehende Pflanzen rechtzeitig ausdünnen
  • Vorzucht von Kletterpflanzen ab März empfohlen
  • Kräftige Jungpflanzen im Mai fördern üppige Sommerblüte

Ein zusätzlicher Tipp: Samentauschmärkte im Frühjahr bieten eine breite Auswahl und die Möglichkeit zum fachlichen Austausch. Für Betriebe ergeben sich hier Impulse für außergewöhnliche Sortimente und individuelle Pflanzkonzepte.

18.01.2014

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