Verlosung der BUGA-Grabzeichen an Friedhofsgärtner

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In Havelberg wurden die Grabzeichen für die Bundesgartenschau 2015 an 52 Friedhofsgärtnereibetriebe verlost. Dies erfolgte nach der Zuordnung durch eine Fachjury. Die Verlosung schafft Transparenz und Fairness bei der Zuteilung der Grabflächen.

BUGA 2015: Zuteilung der Grabflächen in Havelberg

In der Hansestadt Havelberg wurden die für die Bundesgartenschau (BUGA) 2015 vorgesehenen Grabzeichen an 52 Friedhofsgärtnereibetriebe aus dem gesamten Bundesgebiet verlost. Dieser Schritt erfolgte, nachdem bereits am 10. Juli 2014 eine Fachjury die Grabzeichen gefunden und den Mustergräbern zugeordnet hatte. Mit der Zuteilung der Grabzeichen steht den Friedhofsgärtnern nun auch die spezifische Grabfläche fest, die sie gestalten werden.

Die Verlosung fand im Paradiessaal des Doms zu Havelberg statt. Als Glücksfee fungierte das BUGA-Maskottchen WILMA WELS.

Das Los entscheidet, wer welche Grabstelle mit welchen Grabzeichen bepflanzen darf. Seit einigen Jahren wird die Verlosung öffentlich vorgenommen. Dadurch haben wir eine große Transparenz und Fairness erreicht.

Dies erklärte Josef Knostmann, Vorsitzender des Arbeitskreises „Ausstellung und Gestaltung“ im Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF). Der BdF ist Teil des Zentralverbandes Gartenbau e.V. (ZVG). Beide Verbände arbeiten eng mit dem BUGA-Zweckverband zusammen, um die BUGA 2015 vorzubereiten und durchzuführen.

Im Anschluss an die Verlosung besichtigten die Teilnehmer den zukünftigen Ausstellungsbereich neben dem Dom und die vorbereiteten Grabflächen. Aktuell sind die Grabstellen mit einer Zwischenbepflanzung versehen. Die eigentliche Gestaltung beginnt kurz vor dem Start der BUGA.

Die Friedhofsgärtnereien haben den Winter 2014/2015 Zeit, die Gestaltungen planerisch vorzubereiten. Insgesamt werden siebzig Einzel- und Doppelgräber sowie Urnen- und Fließgräber für die BUGA hergerichtet. Die Grabflächen werden während der BUGA dreimal neu bepflanzt: im Frühjahr, im Sommer und im Herbst 2015. Diese Bepflanzungen werden von einer Jury bewertet, wobei die besten Arbeiten mit Gold-, Silber- und Bronzemedaillen prämiert werden.

Kirsten Binder, Geschäftsführerin des BdF, betonte, dass neben der Ästhetik der Bepflanzung auch die Dauerhaftigkeit der Arrangements bei dieser BUGA 2015 eine wesentliche Rolle spielen wird. Rainer Berger, Ausstellungsbevollmächtigter der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH (DBG) und Leiter der „Gärtnerischen Ausstellungen“ im BUGA-2015-Team, ist intensiv in den Ausstellungsbeitrag „Grabgestaltung & Denkmal“ involviert.

Dieser Ausstellungsbereich ist klassisch auf Bundesgartenschauen. Er wird sehr gern besucht. Tausende Menschen lassen sich beraten. Deshalb ist uns dieser Bereich wichtig.

Erhard Skupch, Geschäftsführer des BUGA-Zweckverbandes, äußerte sich positiv über das Engagement der Friedhofsgärtner.

Wir sind derzeit dabei die BUGA bundesweit zu bewerben. Die Resonanz in der Reisebranche ist sehr gut. Havelberg wird ein häufig besuchter Standort sein und die aufwendigen Bepflanzungen der Friedhofsgärtner tragen letztlich auch dazu bei, dass die BUGA ein Erfolg wird.

Ausstellungsbereich „Grabgestaltung & Denkmal“ im Detail

Der sepulkrale BUGA-Ausstellungsbereich „Grabgestaltung & Denkmal“ befindet sich auf dem alten Domfriedhof im Dombezirk der Hansestadt Havelberg. Die Fläche umfasst knapp 3.000 Quadratmeter und wurde von Georg v. Gayl geplant. Der Berliner Landschaftsarchitekt orientierte sich bei der Wiederherstellung und Erneuerung des alten Domfriedhofes am letzten verfügbaren historischen Plan des Areals aus dem Jahr 1890. Der Friedhof selbst wurde bereits 1789 angelegt.

In den letzten Jahrzehnten war der Park zugewachsen, wodurch seine ursprüngliche Funktionalität nicht mehr erkennbar war. Für die BUGA wird das neugestaltete Areal einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege des Landes Sachsen-Anhalt konnten die alten Wegestrukturen von 1890 wieder aufgegriffen und gleichzeitig moderne Parkdimensionen erschlossen werden.

Der Bereich „Grabgestaltung & Denkmal“ umfasst 70 Mustergrabstellen, die ausschließlich für die BUGA 2015 angelegt werden. Ein Rundweg, beginnend an der neuen Flethe-Brücke, ermöglicht den Besuchern die Erschließung von 20 Einzelgräbern, 22 Doppelgräbern und 18 Urnengräbern im vorderen Bereich des Platzes. Auffällig sind die symbolträchtige Kreuzform des Platzes und eine große Solitäresche, die auf eine keltisch-christliche Mythologie verweisen. Zudem werden fließende Grabformen präsentiert.

Die organischen Formen umfassen weitere 10 Doppelgräber und sind im hinteren Bereich des Ausstellungsareals angesiedelt. Rasen, immergrüne Bodendeckerpflanzen, Blütenstauden und Gräser dienen als Begleitgrün innerhalb des gesamten Areals. Ab April 2015 wird ein Informationspavillon der Friedhofsgärtner und Steinmetze den BUGA-Gästen für Fachauskünfte rund um das Thema Grabgestaltung zur Verfügung stehen.

Weitere Informationen:

Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG)

Claire-Waldoff-Str. 7
10117 Berlin
Deutschland

Tel.: +49 30 200065-0
Fax: +49 30 200065-27

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