Pflanzen und Pflanzenteile

Vielfalt ist Trumpf - Was Wildbienen mögen

Etwa ein Drittel der in Deutschland vorkommenden rund 550 Wildbienenarten ist oligolektisch: Das bedeutet, sie sammeln nur die Pollen ganz bestimmter Pflanzenfamilien oder -gattungen. Wer es genau nimmt, kann sich im Vorfeld der Gartenplanung im Internet beim Wildbienenkataster schlau machen, welche Wildbienen in der Gegend vorkommen und die Beetgestaltung auf ihre Ansprüche anpassen.

In der Regel reicht es aber, eine möglichst große Vielfalt an Pflanzenfamilien- und -arten zu kombinieren und dabei auch bewusst heimische Arten und Sorten zu integrieren. So steigert man die Wahrscheinlichkeit, dass ansässige Wildbienen ihr favorisiertes Futter finden.

Einschränken muss man sich deshalb bei der Auswahl nicht. Das Sortiment an nahrhaften Pflanzen ist riesig. Angefangen bei Zwiebelblumen und Knollengewächsen über Stauden und Sträucher bis hin zu Kletterpflanzen und Bäumen reicht die Palette. Löcherbienen, Hosenbienen und Seidenbienen fliegen zum Beispiel auf Korbblütler wie Herbstastern (Aster spec.) und Schafgarbe (Achillea millefolium). Die Blauschwarze Holzbiene tut sich am Blauregen gütlich, während die Efeu-Sandbiene auf die Blüten des Efeus (Hedera helix) angewiesen ist. Auch Kugeldistel (Echinops ritro), Fetthenne (Sedum), Lavendel (Lavandula angustifolia), Kugel-Lauch (Allium sphaerocephalon), Lerchensporn (Corydalis solida) oder Fingerhut (Digitalis) bieten Wildbienen einen reich gedeckten Tisch.

22.06.2026

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