Naturschutz

Silphie-Anbau in Oberfranken: Eine nachhaltige Alternative für den GaLaBau

Die Becherpflanze Silphie etabliert sich in Oberfranken als umweltverträgliche Alternative zu herkömmlichen Energiepflanzen. Umwelt- und Landwirtschaftsminister informierten sich über das Projekt, das Vorteile für Grundwasser, Artenvielfalt und Böden bietet.

Nachhaltige Vorteile der Silphie für Umwelt und Landwirtschaft

Landwirtschaft und Umweltschutz arbeiten hier in Oberfranken gemeinsam an einer Pflanze der Zukunft. Die Silphie ist als mehrjährige Pflanze eine außergewöhnliche Alleskönnerin. Das Grundwasser, die Artenvielfalt und die Böden profitieren von ihrem Anbau.

Die Minister betonten die Bedeutung der Silphie als mehrjährige Pflanze, die sowohl dem Grundwasser- als auch dem Artenschutz zugutekommt. Ein nachhaltiges Wirtschaftsmodell, das den Anbau umweltverträglicher Energiepflanzen fördert, ist das Ziel. Insbesondere auf ökologisch sensiblen Flächen bietet die Silphie Vorteile für den Wasser- und Insektenschutz.

Forschung und Projektdetails zum Silphie-Anbau

Im Rahmen des von der Regierung von Oberfranken durchgeführten Projekts werden auf 100 Hektar Silphiepflanzen angebaut. Das Technologie- und Förderzentrum im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe (TFZ) begleitet die Untersuchung der Eignung der Silphie als Maisalternative. Dabei zeigten sich verschiedene Vorteile.

Die Silphie bietet einen verbesserten Erosionsschutz, da ihre dichten Wurzeln den Oberboden ganzjährig schützen. Zudem fördert sie die Artenvielfalt, da der Einsatz von Pestiziden und Herbiziden nahezu entfällt. Als mehrjährige Pflanze bindet die Silphie Nährstoffe effektiver, was das Grundwasser schont. Die Nördliche Frankenalb wurde als Projektgebiet gewählt, da sie über die größten nutzbaren Grundwasservorräte Nordbayerns verfügt und über 50 Biogasanlagen betreibt.

Das Projekt begann 2017 und läuft bis 2022. Die Gesamtkosten von rund 750.000 Euro werden je zur Hälfte vom Landwirtschafts- und Umweltministerium getragen.

28.07.2018

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