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Pilzbox-Projekt: Grundschüler entdecken das Wachstum von Champignons

Ein Projekt des Bundes deutscher Champignon- und Kulturpilzanbauer (BDC) ermöglicht Grundschulkindern, das Wachstum von Pilzen hautnah zu erleben. Seit 2015 erhalten Schulen Pilzboxen, um den gesamten Prozess von der Pilzbrut bis zur Ernte im Klassenzimmer zu verfolgen.

Champignons im Klassenzimmer: Einblick in die Pilzzucht

Ein Projekt des Bundes deutscher Champignon- und Kulturpilzanbauer (BDC) ermöglicht es Grundschulkindern, das Wachstum von Pilzen hautnah zu erleben. Seit mehreren Jahren werden hierfür sogenannte Pilzboxen an Schulen verschickt. Diese Boxen erlauben es den Schülern, den gesamten Prozess von der Pilzbrut bis zur Ernte im Klassenzimmer zu verfolgen.

Die Aktion, die im Frühjahr 2015 als Pilotprojekt begann, hat sich etabliert. Seit Herbst 2015 sind die jährlich im September verfügbaren 1.000 kostenlosen Pilzboxen schnell vergriffen, und es gibt Wartelisten. Bislang haben rund 4.450 Grundschulklassen in Deutschland an dem Projekt teilgenommen, wodurch etwa 100.000 Schülerinnen und Schüler Einblicke in die Pilzzucht erhielten.

Das Projekt vermittelt Wissen über die Wachstumsbedingungen, den Aufbau und die Vermehrung von Pilzen. Viele Kinder, die Pilze zuvor nur aus Kinderbüchern oder dem Supermarkt kannten, lernen so deren biologische Grundlagen kennen. Ein weiterer Aspekt ist das bewusste Probieren von Pilzen, die nach beiliegenden Rezepten im Klassenzimmer oder in der Schulküche zubereitet werden, beispielsweise als Pilz-Pizza oder Pilz-Suppe.

Jede Pilzbox enthält einen mit Pilzbrut beimpften Substratblock, Deckerde sowie Anleitungen für Lehrkräfte und Informationsblätter für die Schüler. Schon das Öffnen der Box und das Verteilen der erdig riechenden Deckerde sind für die Kinder spannende Erlebnisse. Die korrekte Bewässerung ist dabei entscheidend, da sowohl zu viel als auch zu wenig Wasser das Pilzwachstum beeinträchtigen kann.

Die Beobachtung des Wachstums lehrt die Kinder Geduld und das Verständnis für natürliche Prozesse, die sich nicht beschleunigen lassen. Sie erkennen, dass Pilze, ähnlich wie andere Pflanzen, ihren eigenen Rhythmus haben. Am Ende des Projekts wissen die Kinder, dass Pilze wertvolle Nahrungsmittel sind und dass es mehr essbare als giftige Pilzarten gibt.

Sie lernen, dass bestimmte Bedingungen für das Wachstum notwendig sind: ein geeignetes Substrat aus fermentiertem Pferdemist, ausreichend Feuchtigkeit und eine angenehme Zimmertemperatur. Das Projekt zeigt auch die Bedeutung von Sporen, die aus den Lamellen der Pilzhüte rieseln und die Grundlage für neue Pilzgenerationen bilden.

Das Pilzbox-Projekt verdeutlicht, dass Natur spannend und vielschichtig ist. Es fördert das Verständnis für den Kreislauf der Natur. Die abgeernteten Pilzsubstrate können zudem als organisches Bodenverbesserungsmittel, beispielsweise im Schulgarten, eingesetzt werden und tragen zur Förderung des natürlichen Bodenlebens bei. Die Aktion vermittelt die Botschaft eines achtsamen Umgangs mit der Natur.

29.07.2018

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