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Grundwasserschutz als Priorität im Klimawandel

Die Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft (AöW) fordert, den Schutz des Grundwassers nicht hinter klimapolitischen Zielen zurückzustellen. Anlässlich des Tages der Umwelt betont die AöW die Notwendigkeit, diese lebensnotwendige Ressource vorrangig zu behandeln.

Herausforderungen und Schutzmaßnahmen im Klimawandel

Ein Positionspapier der AöW thematisiert Nutzungskonflikte im Grundwasser und plädiert für eine klare Prioritätenliste zum Schutz dieser Ressource.

Aktuell wird deutlich wie der Klimawandel uns alle betrifft. Bei Hochwasserereignissen sind die Wasserversorgung und die Abwasserbeseitigung immer auch besonders betroffen, weil die Kanäle, Leitungen und Anlagen die Wassermassen trotz Vorsorge nicht bewältigen können und mit überflutet werden. Oftmals müssen dann Anlagen vorübergehend geschlossen werden, weil die Qualität der Dienstleistung nicht mehr aufrechterhalten werden kann oder um noch größere Schäden zu vermeiden. Unsere Mitgliedsunternehmen arbeiten fieberhaft nach solchen Katastrophen an der Wiederherstellung der Versorgung und der Abwasserentsorgungseinrichtungen.
, erklärte Christa Hecht, Geschäftsführerin der AöW, am Tag der Umwelt.

Die Wasserwirtschaft begegnet den Herausforderungen des Klimawandels auf vielfältige Weise. Dies umfasst die Verbesserung des Gewässermanagements, die Unterstützung von Hochwasserschutzmaßnahmen und die Anlage von Ausweichflächen bis hin zu Renaturierungsprojekten. Diese Maßnahmen erfolgen in Zusammenarbeit mit Betroffenen und Behörden.

Grundwassergefährdung durch Energiegewinnung

Neben Anpassungsmaßnahmen nutzen wasserwirtschaftliche Betriebe und Verbände verstärkt Potenziale zur Energieeinsparung und -erzeugung, beispielsweise in der Klärschlammbehandlung. Dies führt zu einer jährlichen Reduktion von CO2-Emissionen.

Gleichzeitig ist die Wasserversorgung durch bestimmte Verfahren der Energiegewinnung gefährdet. Methoden wie Fracking zur Gewinnung von unkonventionellem Erdgas, die Verpressung und Lagerung von Kohlendioxid im Untergrund (CCS-Technologie) und Tiefengeothermie können das Grundwasser schädigen.

Forderungen der AöW zum Schutz des Grundwassers

Angesichts dieser Risiken fordert die AöW in der aktuellen Diskussion über gesetzliche Regelungen für Fracking einen klaren Vorrang für den Grundwasser- und Trinkwasserschutz. Darüber hinaus verlangt sie eine Rangfolge für die Genehmigung von Energiegewinnungsmethoden, die folgende Kriterien berücksichtigt:

  • Günstigste Klimabilanz
  • Beste Reversibilität der Umweltbelastungen
  • Niedrigste Belastung der Umwelt und der Bevölkerung
  • Geringste Auswirkungen auf anderweitige Nutzung
  • Obligatorische Umweltverträglichkeitsprüfung

Das Positionspapier „Nutzungskonflikte im Grundwasser – Prioritäten beachten!“ ist bei der AöW-Geschäftsstelle erhältlich.

05.06.2013

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