Bauliche Vorsorge und Eigenverantwortung bei Starkregen
Sturzfluten können jeden treffen und für Hausbesitzer sehr teuer werden. Eine effektive bauliche Vorsorge ist deshalb besonders wichtig. Schon kleinere, kostengünstige Maßnahmen bewirken häufig sehr viel.
Dies betont Robert Kaltenbrunner, stellvertretender Leiter des BBSR. Die Praxishilfe soll die Kompetenz lokaler Akteure stärken und trägt dem Prinzip der Eigenvorsorge Rechnung. Dieses Prinzip ist als Leitlinie zur Bekämpfung der Folgen des Klimawandels in der Deutschen Anpassungsstrategie (DAS) verankert.
Gefährdete Gebäudeteile und konkrete Schutzmaßnahmen
Die Broschüre enthält Checklisten, die aufzeigen, welche Gebäudeteile bei Starkregen besonders gefährdet sind. Dazu gehören unter anderem Haus- und Kellereingänge, Türen und Fenster, Lichtschächte, Kellerwände sowie Abwasserleitungen. Die Praxishilfe stellt die wichtigsten Maßnahmen vor, mit denen sich Hausbesitzer vor eindringendem Wasser schützen können.
Tiefliegende Gebäudeöffnungen lassen sich beispielsweise durch Schwellen, Stufen und Überdachungen sichern. Auch druckdichte Fenster im Souterrain können das Eindringen von Wasser verhindern. Rückstausicherungen in Abflussrohren verhindern, dass Wasser aus der Kanalisation ins Haus gedrückt wird. Außenwände, die direkten Erdkontakt haben, sollten durch Bitumen- und Kunststoffbahnen geschützt werden. Bodenschwellen und mobile Barrieren halten abfließendes Niederschlagswasser vom Gebäude fern.
Zusätzlich können Senken, Mulden und unterirdische Speicher auf dem Grundstück dazu beitragen, Wasser zurückzuhalten. Neben diesen Empfehlungen gibt die Praxishilfe auch Hinweise zum richtigen Verhalten, falls es trotz aller Schutzmaßnahmen zu einem Wassereintritt in Keller oder Erdgeschoss kommt.
Die Printversion des "Leitfadens Starkregen – Objektschutz und bauliche Vorsorge" ist kostenfrei beim BBSR erhältlich. Eine digitale Version steht online zur Verfügung.
