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Wann und wieviel? Der richtige Lavendel-Rückschnitt

22.07.2025

Ob in Weiß, Rosa, Blau oder Violett - noch blüht er vor und hinter vielen Häusern und verbreitet dort seinen einzigartigen Duft: der Echte Lavendel (Lavandula angustifolia). Das freut nicht nur uns Menschen, sondern auch Schwebfliegen, Schmetterlinge und Bienen. Denn die Halbsträucher produzieren reichlich Pollen und Nektar und sind damit eine wichtige Nahrungsquelle für zahlreiche bestäubende Insektenarten. In diesen warmen Wochen lässt sich das geschäftige Treiben der Tierchen rund um den Lavendel besonders gut beobachten. 

Da die Pflanzen sehr genügsam sind und weder Dünger noch viel Wasser brauchen, haben Gartenbesitzende kaum Arbeit mit ihnen. Für einen kompakten, formschönen Wuchs empfiehlt es sich allerdings ein- bis zweimal im Jahr zur Schere greifen. Wichtig beim Rückschnitt ist vor allem der richtige Zeitpunkt - aber auch das Alter und der Zustand der Pflanzen spielen eine Rolle.

Der Sommer Cut

Als Halbstrauch verholzt Lavendel - das heißt, die Pflanzen bilden mit der Zeit dickere Stämme, die nur an ihren Enden Blätter und Blüten tragen. „Lässt man Lavendelpflanzen über Jahre unkontrolliert wachsen, legen sie sich aufgrund ihres Gewichts auf die Seite und verlieren so viel von ihrer Schönheit", erklärt Susan Seidel, Gartenbauingenieurin bei der auf Lavendel spezialisierten Gärtnerei Helix. „Durch regelmäßigen Schnitt bildet Lavendel neue Triebe am Fuße der Pflanze und verholzt deutlich langsamer. Zudem verzweigt er wesentlich besser und wächst dichter." Trotzdem empfiehlt die Expertin im Sommer, direkt nach der Blüte, einen nicht ganz so radikalen Cut. Jetzt sollten die Pflanzen maximal ein Drittel gekürzt werden. Eigentlich ist es aber auch ausreichend, alle alten Blütenstände zu entfernen. So steckt der Lavendel keine unnötige Kraft in die Samenbildung und bleibt zudem im Winter durch das eigene Blattwerk geschützt.

Trocken in eine Vase gestellt verbreiten die abgeschnittenen Blütenstiele übrigens noch ein paar Wochen lang ihren Duft in der Wohnung. Auch Duftsäckchen oder -kissen mit den abgerebelten Blüten sind eine Möglichkeit. Sie sollen auch in heißen Sommernächten für wohligen Schlaf sorgen.

Ein weiterer Griff zur Schere

„Im März können Sie dann etwas weniger zaghaft ans Werk gehen und alle Blütentriebe aus dem Vorjahr bis auf einen kurzen Rest zurückschneiden", rät Seidel. „Ziel ist es, den Pflanzen eine möglichst schöne Kugelform zu verpassen. Je nach Verholzungsgrad und Sorte kann man sie um die Hälfte oder sogar noch mehr einkürzen." Grundsätzlich gilt: Junge Pflanzen können stärker gestutzt werden als alte. Besitzt ein Lavendel schon sehr dicke holzige Zweige, ist eine behutsame Vorgehensweise zu empfehlen. Ein Merksatz: Der Schnittpunkt sollte ‚im Grünen‘ liegen.

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