Naturschutz, Wassermanagement

Pflanzen als Wassersparer: Anpassungsstrategien an Trockenheit

Pflanzen haben erstaunliche Strategien entwickelt, um in trockenen Umgebungen zu überleben. Von tiefen Wurzeln bis zu speziellen Blättern – diese Anpassungen sind entscheidend für ihr Wachstum und bieten Inspiration für die Züchtung trockenresistenter Kulturpflanzen.

Vielfältige Anpassungen in der Natur an Wassermangel

Pflanzen zeigen unterschiedliche Wasserbedürfnisse und vielfältige Anpassungsmechanismen, die sie zu Wassersparern machen. Einige Wüstenpflanzen können beispielsweise die Luftfeuchtigkeit nutzen, indem sie diese an feinen Härchen oder Dornen kondensieren lassen.

Lange und tiefe Wurzeln oder kleine, ledrige Blätter tragen dazu bei, die Wasseraufnahme zu erhöhen und den Wasserverlust über die Spaltöffnungen der Blätter zu reduzieren. Auch eingesenkte Spaltöffnungen oder spezielle Photosyntheseformen, bei denen die Spaltöffnungen tagsüber geschlossen bleiben, dienen diesem Zweck. Die äußere Form kann ebenfalls eine Anpassung darstellen: Kugel- oder säulenförmige Kakteen speichern Wasser in ihren fleischigen Blättern, Stämmen oder Wurzeln. Andere Pflanzen ziehen sich überwiegend unter die Erde zurück.

Flechten in der Namib-Wüste reagieren auf geringe Wassermengen, indem sie sich entfalten und ergrünen, sobald es regnet. Diese vielfältigen Anpassungsstrategien bieten Potenzial für die Verbesserung von Kulturpflanzen.

Forschung und Züchtung trockenresistenter Pflanzen

In der Gentechnik-Forschung sind bisher wenige Erfolge bei der Entwicklung von Trockenresistenz zu verzeichnen. Genforschungsaktivitäten konzentrierten sich bislang eher auf Bereiche wie Herbizidtoleranzen. Angesichts des Klimawandels werden jedoch zunehmend natürliche Anpassungsmechanismen erforscht und in die konventionelle Züchtung trockenresistenter Sorten einbezogen.

Auch natürlich angepasste Pflanzen, wie die Energiepflanze Jatropha, deren Samen Öl liefern, gewinnen an Bedeutung. Sie werden in Dürregebieten angepflanzt, um der Wüstenbildung entgegenzuwirken, und erfüllen somit einen doppelten Nutzen für Natur und Mensch als Wassersparmodelle.

17.03.2010

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