Bodenbewusstsein in Bildung und Öffentlichkeit stärken

NaturschutzAus- und Weiterbildung

Das öffentliche Interesse am Thema Boden wächst. Initiativen wie ein neues Memory-Spiel sollen den Bodenschutz stärker im Bewusstsein der Bevölkerung verankern. Experten betonen die Bedeutung von Umweltpädagogik und internationaler Zusammenarbeit.

Umweltpädagogik und internationale Zusammenarbeit für den Bodenschutz

Das öffentliche Interesse am Thema Boden wächst. Initiativen wie die Vorstellung des Memory-Spiels "Bodenwissen im Handumdrehen" in Berlin zielen darauf ab, den Bodenschutz stärker im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern.

Bei der Übergabe des Spiels an Vorschul- und Grundschulkinder im Museum für Naturkunde waren Umweltbundesamtspräsident Jochen Flasbarth, die Präsidenten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie Niedersachsen (LBEG) anwesend.

Die Präsidentin des Bundesverbandes Boden (BVB), Prof. Gabriele Broll, hob die Bedeutung solcher Veranstaltungen hervor:

Veranstaltungen wie diese sind gut und wichtig, um zu zeigen, dass wir das Thema Bodenschutz noch stärker in Bildung und öffentlichem Bewusstsein verankern müssen.

Sie betonte, dass das Interesse von Kindern am Boden und seinen Lebewesen eine gute Grundlage für umweltpädagogisches Lernen und Spielen biete.

Das Europäische Netzwerk zum Bodenbewusstsein (ENSA) intensiviert in Zusammenarbeit mit dem europäischen Boden-Bündnis die internationale Öffentlichkeitsarbeit für Böden. ENSA-Sprecherin Prof. Gabriele Broll erklärte, dass lokale und regionale Netzwerke zwischen Lehrern, Dozenten für Umweltbildung, Wissenschaftlern, Museen, Kommunen und Kreisen als Keimzellen für ENSA aufgebaut werden sollen.

Engagement des Bundesverbandes Boden für mehr Boden-Wissen

Im Bundesverband Boden engagiert sich die Fachgruppe "Beruf, Bildung und Öffentlichkeitsarbeit" für die Stärkung des Boden-Wissens in der Öffentlichkeit und in Schulen. Ziel ist es, ein stärkeres Boden-Bewusstsein zu fördern.

Die Fachgruppe war auch an der Organisation des Seminars "Neue Wege im Bodenschutz" beteiligt, das am 9. und 10. Mai 2012 in der Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz (NNA) in Schneverdingen stattfand. Die Veranstaltung bot einen Überblick über die öffentliche Wahrnehmung von Böden. Die NNA hatte das Programm in Kooperation mit dem Bundesverband Boden (BVB), der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft (DBG) und dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) organisiert.

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