Neue Initiativen für den Artenschutz: Artenschutzbericht und „Top Ten Arten“
Bis zum Herbst wird der 1. Bayerische Artenschutzbericht erstellt. Dieser Bericht soll den Zustand typischer oder gefährdeter Arten anschaulich darstellen und konkrete Handlungsempfehlungen ableiten. Zukünftig werden jährlich Bayerns Top Ten Arten benannt. Dabei handelt es sich um jeweils fünf Pflanzen- und Tierarten, die entweder selten oder gefährdet sind oder deren Bestand sich beispielhaft erholt hat. Anhand dieser Arten sollen die Wirksamkeit von Förderprogrammen und Biotopverbünden verdeutlicht werden.
„Bayern Arche Gebiete“ und „Bayern Arche Hof“: Schutz und Erlebbarkeit
Jährlich werden in jedem Regierungsbezirk Bayern Arche Gebiete ausgewiesen, die geschützte Flächen mit hohem ökologischen Wert kennzeichnen. Ziel ist es, diese Lebensräume für Menschen erlebbar zu machen, ohne sie zu gefährden. Hierfür können Infrastrukturen wie Stege oder Beobachtungsstände errichtet werden.
Mit dem Siegel Bayern Arche Hof sollen landwirtschaftliche Betriebe stärker in den Arten- und Naturschutz eingebunden werden. Dieses Siegel wird im kommenden Herbst erstmals ausgelobt und zeichnet Betriebe für überdurchschnittliche Naturschutzleistungen aus. Bewerber müssen bereits am Vertragsnaturschutz teilnehmen, gefährdete Tier- und Pflanzenarten auf ihren Flächen nachweisen oder sich für seltene Haustierrassen und Nutzpflanzensorten engagieren.
Lehrbiotop im Botanischen Garten München: Umweltbildung für alle Altersgruppen
Im Botanischen Garten München entsteht ein Lehrbiotop, das Umweltwissen, insbesondere für Kinder und Jugendliche, vermitteln soll. Ein Schmetterlingspavillon wird umfangreiche Informationen über heimische Schmetterlinge und Wildbienen bieten. Rund um den Pavillon werden Blüh- und Nahrungspflanzen gepflanzt, um Schmetterlinge und andere Insekten anzulocken. Das Lehrbiotop umfasst eine Fläche von etwa 500 Quadratmetern.
Die Projekte sollen ab Juli 2011 für Besucher zugänglich sein. Die Förderung erfolgt mit 210.000 Euro aus dem Konjunkturpaket II, wobei Bayern einen Anteil von 25 Prozent trägt.